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Objekt / Inventarnr.: A4016

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Ofenkachel mit balusterförmiger Vase (Ofenkachel)

Inventarnummer: A4016
Datierung: um 1790
Ort: Oberfranken, wohl Bamberg
Material/Technik: Ton, gebrannt, schwarz glasiert
Maße: H. 32 cm, Br. 26 cm, T. 6 cm
Sammlung: Bauteile und historisches Bauwesen
Beschreibung:
Die gemeinsam mit Inv.Nr. A4017 sicher von ein und dem selben Ofen stammenden Kacheln zeigen im hochrechteckigen Spiegel, der von einem mehrfach profilierten Rahmen mit dominierender breiter Schachtelhalmbordüre sowie einem Perlstab umgeben ist, ein phantastisches Gefäß. Ähnlich einem antiken Krater oder Dinos besteht der Korpus des eleganten Behälters aus einer von Fuß und Schaft getragenen halbkugeligen Kuppa mit herabhängenden Bügelhenkeln und einem entsprechenden Deckel. Die Oberfläche des Kelches ist von einem Perlstab sowie Radialsegmenten strukturiert. Ihm entsprießt ein Gebilde aus aufgetürmten Kugeln und zwei beiderseits abwärts rankenden Blütenzweigen. Die Rückseiten der Kacheln weisen eine textile Struktur sowie Rußschwärzungen auf, so dass einerseits auf die Oberflächenqualität des Models geschlossen werden kann und andererseits der ursprüngliche Versatz der keramischen Elemente an einem Ofen als sicher gelten muss. Der Dekor gehört zum ornamentalen Formenrepertoire des Klassizismus. An Öfen aus der Zeit zwischen 1760/70 und der folgenden Jahrhundertwende fanden antikisierende, kugelförmige Deckelvasen vielfach als Aufsätze Verwendung. Darüber hinaus lässt sich das Motiv auch auf eisernen Ofenplatten der Zeit um 1800 nachweisen.
Literatur:
Frank Matthias Kammel: Zwei Ofenkacheln. In: Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums 2010, S. 250-251.
 
 
3.3.130726