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Objekt / Inventarnr.: A820

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17 Ofenkacheln (Ofenkachel)

Inventarnummer: A820
Datierung: 2. Viertel 16. Jh.
Ort: Nürnberg
Material/Technik: Ton, gebrannt, bunt glasiert
Maße: H. 200 cm; B. 46 cm; T. 63 cm
Sammlung: Bauteile und historisches Bauwesen
Beschreibung:
17 Ofenkacheln, Eva, Judith; Personifikation der freien Künste; perspektivische Architektur. Bis 1972 gab es unter A 820 einen kompletten Kachelofen (siehe unten). Da aber etwa 2/3 der Kacheln Gipsabgüsse sind und der Ofen ohnehin nicht annähernd vollständig war, wie die vielzusehr "zusammengeschobene" Gesamtform beweist, wurden bei der Neuaufstellung 1972 in den Mönchshäusern nur die einigermaßen erhaltenen Kacheln, nach sorgfältiger Restaurierung, ausgestellt, und zwar 17 Stück, davon 10 figürliche Kacheln in einem Rahmen und 5 weitere perspektivische Architekturkacheln in einem weiteren Rahmen, so wie die zwei großen Eckkacheln. Beschreibung des Ofens: vierseitiger Feuerraum, die beiden oberen vorderen Ecken schildförmig abgeplättet, darauf ein achtkantiger Aufsatz mit vorspringendem (neuen) Gesims; die Kacheln zum Teil alt, zum Teil in Gips nachgebildet, enthalten mit farbiger Glasur unten zimmerartige Architektur mit nackten Kindern, oben allegorische weibliche Figuren, auf dem unteren Gesims liegen Löwen und Greife. Das obere Gesims ist grün glasiert und ursprünglich nicht dazu gehörend. Auf eisernem Fußgestell. Mit dem Monogramm AFW. Vgl. dazu die Kacheln A 962 und A 537, welche zu derselben Folge gehören (aus der gleichen Werkstatt). Das AFW ist zu lesen als Andreas Finkh-Wels.
Literatur:
Röper, Adalbert und Hans Bösch, Sammlung von Öfen in allen Stilarten vom 16. bis Anfang des 19. Jahrhunderts. München 1895, Tafel 3. — Germanisches Nationalmuseum. Führer durch die Sammlungen. 1872, S. 11. — Mitteilungen aus dem Germanischen Nationalmuseum 1899, S. 51. — Franz, Rosemarie: Der Kachelofen. Entstehung und kunstgeschichtliche Entwicklung vom Mittelalter bis zum Ausgang des Klassizismus. Graz 1969, S. 76-77, Abb. 174. — Wirth, Karl-August: Neue Schriftquellen zur deutschen Kunst des 15. Jahrhunderts. Einträge in einer Sammelhandschrift des Sigmund Gossembrot (Cod. Lat. Mon. 3941). In: Städel-Jahrbuch neue Folge Band 6 (1977), S.319-408, besonders S. 352 mit Anm. 102 und Abb. 25-28: Grammatik, Rhetorik, Geometrie und Astronomie.
 
 
3.3.130726