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Objekt / Inventarnr.: Gm117

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Geburt Christi, Gregorsmesse aus der Dominikanerklosterkirche St. Marien, Nürnberg (Gemälde, Epitaph)

Inventarnummer: Gm117
Hersteller: Werkstatt des Meisters des Deocarusaltars
Datierung: um 1434
Ort: Nürnberg
Material/Technik: Malerei und Metallauflagen auf Fichtenholz; Linden-, Tannen-, Kiefern- und Fichtenholz (Rahmung)
Maße: 196,0 × ca. 135 × ca. 45 cm
Marke/Inschrift: Anno d(omi)ni · mo · cccco · vn(d) in de(m) xxxiiii iar am erchtag [= Dienstag] noch sant / mertins tag do v’schid fraw walpurg dy steffan prunsterin — Gloria · in · excelsis · deo · et · i(n) t(er)ra pac(em?) — maria vir(go)
Sammlung: Malerei bis 1800 und Glasmalerei
Beschreibung:
Epitaph für Walburga Prünster, geb. Grundherr († 1434) mit Wappen der Familie Prünster (unten links) und Wappen der Familie Grundherr (unten rechts).
Beschriftung:
Zum Gedenken an die Nürnberger Patrizierin stiftete ihr Mann das Epitaph. Das Paar kniet zu beiden Seiten der Auferstehung Christi. Die Tafel ist ein wichtiges Zeugnis der Nürnberger Kunst der 1420/1430er Jahre. Die gewölbte Form der Holztafel ist der ursprünglichen Anbringung an einem Pfeiler bzw. Säule geschuldet.
The epitaph was endowed by a Nuremberg patrician in memory of his wife. The couple kneels to either side of the Resurrection of Christ. The panel exemplifies the art of Nuremberg in the years around 1420/1430. Its convex form reflects the fact that it was originally affixed to a pillar.
Literatur:
Johann Jacob Carbach: Nürnbergisches Zion, das ist wahrhaffte Beschreibung aller Kirchen und Schulen in- und außerhalb der Reichsstadt Nürnberg. Nürnberg 1733, S. 117-118. — Johann Jacob Schwarz: Beschreibung aller derer in der Dominicaner Kirche sich befindenden Altäre, Gedächtnis-Tafeln, steinern als hölzern Figuren, Gemälten, Wappen-Fenstern, Todenschilden, Epitaphiis, nebst derselben Inscriptionen, auf das accurateste beschrieben. Nürnberg 1737, 25–26. — Christoph Gottlieb von Murr: Beschreibung der vornehmsten Merkwürdigkeiten der H. R. Reichs freyen Stadt Nürnberg und auf der hohen Schule zu Altdorf. Nürnberg 1778, S. 56. — Christoph Gottlieb von Murr: Beschreibung der vornehmsten Merkwürdigkeiten in der Reichsstadt Nürnberg, in deren Bezirke und auf der Universität Altdorf. Nürnberg 1801, S. 78. — Gustav Friedrich Waagen: Kunstwerke und Künstler im Erzgebirge und in Franken. Leipzig 1843, Bd. 1, S. 261. — Ralf von Rettberg: Nürnberger Briefe (zur Geschichte der Kunst). Hannover 1846, S. 79. — Gustav Friedrich Waagen: Handbuch der deutschen und niederländischen Malerschulen, 2 Bde. Stuttgart 1862, Bd. 1, S. 162. — Henry Thode: Die Malerschule von Nürnberg im 14. und 15. Jahrhundert in ihrer Entwicklung bis auf Dürer. Frankfurt a.M. 1891, S. 24, 31, 278, Nr. 78, 293. — Alfred Lehmann: Das Bildnis bei den altdeutschen Meistern bis auf Dürer. Leipzig 1900, S. 153. — Edwin Redslob: Die fränkischen Epitaphien im vierzehnten und fünfzehnten Jahrhundert. In: Mitteilungen aus dem Germanischen Nationalmusem, 1907, S. 21-22, Taf. III. — Carl Gebhardt: Die Anfänge der Tafelmalerei in Nürnberg (Studien zur deutschen Kunstgeschichte, Bd. 103). Straßburg 1908, S. 2, 21, 48–50, 64, 81, 85–86, Anm. 1, S. 103, 199. — Heinz Braune: Katalog der Gemäldesammlung des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg. Nürnberg 1909, Nr. 117. — Carl Gebhardt: Literaturbericht. Malerei. Katalog der Gemäldesammlung des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg. In: Repertorium für Kunstwissenschaft, Bd. 32, 1909, S. 538. — Friedrich Bock: Das Nürnberger Predigerkloster. Beiträge zu seiner Geschichte. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg, Heft 25, 1924, S. 198. — Martin Weinberger: Ein Altar vom Meister des Cadolzburger Altars. In: Der Cicerone 17, 1925, H. 2, S. 65, 70. — Katalog der Ausstellung Nürnberger Malerei 1350--1450. Germanisches Nationalmuseum Nürnberg 1931, Nr. 46. — E. Heinrich Zimmermann: Die Tafelmalerei. In. Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums 1930/1931, S. 33, 52, S. 180, Taf. 120. — Eberhard Lutze: Rezension zu „Katalog der Ausstellung Nürnberger Malerei 1350–1450. Bearb. von Walter Fries. Ausst.Kat. Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg. Nürnberg 1931“. In: ZfBK 65, 1931/1932, S. 83. — Ludwig Baldass: Nürnberger Tafelbilder aus dem zweiten Viertel des 15. Jahrhunderts. Ein Nachwort zur Nürnberger Ausstellung von 1931. In: Städel-Jahrbuch, Bd. 7/8, 1932, S. 68-71. — Eberhard Lutze, Eberhard Wiegand: Kataloge des Germanischen Nationalmuseums zu Nürnberg. Die Gemälde des 13. bis 16. Jahrhunderts, 2 Bde. Leipzig 1936/1937, Bd. 1, S. 119, Bd. 2, Abb. 20. — Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Hrsg. von Ulrich Thieme und Felix Becker. Bd. 37. Leipzig 1950, S. 31. — Kurt Martin: Ein Augsburger Altar aus dem Anfang des 15. Jahrhunderts. In: Hans Buchheit (Hrsg.): Neue Beiträge zur Archäologie und Kunstgeschichte Schwabens. Julius Baum zum 70. Geburtstag am 9. April 1952 gewidmet. Stuttgart 1952, S. 72-73, Abb. 38. — Alfred Stange: Deutsche Malerei der Gotik, 11 Bde. München, Berlin 1934–1961, Bd. 9 (1958), S. 15. — Bayerische Frömmigkeit. 1400 Jahre christliches Bayern. Ausst.Kat. Stadtmuseum. München 1960, Nr. 241. — Ernst Eichhorn: Die Kunstdenkmäler der Heilig-Kreuz-Stiftung. In: Helmut Frhr. Haller von Hallerstein, Ernst Eichhorn (Hrsg.): Das Pilgrimspital zum Heiligen Kreuz vor Nürnberg. Geschichte und Kunstdenkmäler (Nürnberger Forschungen 12). Nürnberg 1969, S. 119. — Ewald Maria Vetter: Die Kupferstiche zur Psalmodia Eucaristica des Melchior Prieto von 1622 (Spanische Forschungen der Görresgesellschaft Reihe 2, 15). Münster 1972, S. 231. — Germanisches Nationalmuseum. Führer durch die Sammlungen. München 1977, Nr. 105. — Alfred Stange: Kritisches Verzeichnis der deutschen Tafelbilder vor Dürer, 3 Bde. München 1967–1978, Bd. 3 (1978), S. 30, Nr. 35, S. 31–32. — Kurt Löcher: Tafelmalerei in Nürnberg 1300–1550. In: Nürnberg 1300–1550. Kunst der Gotik und Renaissance. Bearb. von Martin Angerer u.a. Hrsg. von Gerhard Bott. Ausst.Kat. Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg; The Metropolitan Museum of Art, New York. Nürnberg, New York 1986, S. 82-83. — Sonja Weih-Krüger: Erwerbungen, Geschenke, Leihgaben. Gemälde. Nürnberger Meister, um 1430. In: AGNM 1990, S. 172. — Peter Strieder: Tafelmalerei in Nürnberg 1350–1550. Königstein i.T. 1993, S. 36. — Georg Stolz: Gott dem Almechtigen zw Lob unnd seinem allerheiligsten Fronleichnam … zw eren. In: St. Lorenz / Verein zur Erhaltung der St. Lorenzkirche in Nürnberg e.V. N.F. 39, 1994, S. 13. — Andrea Zimmermann: Jesus Christus als „Schmerzensmann“ in hoch- und spätmittelalterlichen Darstellungen der bildenden Kunst: eine Analyse ihres Sinngehalts. Diss. Halle-Wittenberg 1997, Nr. 375, S. 416 – 417 [Online-Ressource], URL: http://sundoc.bibliothek.uni-halle.de/diss-online/97/98H110/prom.pdf [12.12.2014]. — Claudia-Andrea Spitzer: Das Imhoff-Volckamer-Epitaph im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg. Mag. FAU Erlangen-Nürnberg 2001 [unpubl.], Bd. 1, S. 66, 70, Bd. 2, Abb. 68. — Milena Bartlová: Poctivé obrazy. Deskové malířství v Čechách a na Moravě 1400–1460 [Ehrsame Bilder. Die Tafelmalerei in Böhmen und Mähren 1400–1460]. Prag 2001, S. 374. — Gudrun Litz: Zwei Spenglersche Gedächtnistafeln. Notizen zum Stiftungswesen im vorreformatorischen Nürnberg. In: Gudrun Litz, Heidrun Munzert, Roland Liebenberg (Hrsg.): Frömmigkeit – Theologie – Frömmigkeitstheologie. Festschrift für Berndt Hamm zum 60. Geburtstag (Studies in the History of Christian Traditions 124). Leiden, Boston 2005, S. 272, 276. — Martina Bauernfeind: Die Entwendung und Verschleuderung von Kunst- und Kulturgut nach der Besitzergreifung Nürnbergs durch Bayern 1806 bis zum Erlass des Gemeindeedikts 1818. In: Vom Adler zum Löwen. Die Region Nürnberg wird bayerisch 1775–1835 (Ausstellungskataloge des Stadtarchivs Nürnberg 17). Hrsg. von Michael Diefenbacher, Gerhard Rechter. Ausst.Kat. Stadtarchiv, Staatsarchiv und Stadtbibliothek, Nürnberg; Stadtarchiv, Universitätsarchiv und Universitätsbibliothek, Erlangen; Stadtarchiv, Schwabach. Nürnberg 2006, S. 134. — Esther Meier: Die Gregorsmesse. Funktionen eines spätmittelalterlichen Bildtypus. Köln 2006, S. 13, 68–70, 79, 89, 91, Abb. 12. — Berndt Hamm: Die Nähe des Heiligen im ausgehenden Mittelalter: Ars Moriendi, Totenmemoria, Gregormesse. In: Berndt Hamm, Klaus Herbers, Heidrun Stein-Kecks (Hrsg.): Sakralität zwischen Antike und Neuzeit (Beiträge zur Hagiographie 6). Stuttgart 2007, S. 200. — Berndt Hamm: Ars moriendi, Totenmemoria und Gregorsmesse. Neue Nahdimensionen des Heiligen im ausgehenden Mittelalter. In: Andreas Gormans, Thomas Lentes (Hrsg.): Das Bild der Erscheinung. Die Gregormesse im Mittelalter (KultBild. Visualität und Religion in der Vormoderne 3). Berlin 2007, S. 316. — David Ganz: Christus im Doppelblick. Die Vision Papst Gregors und die Imagination der Betrachter. In: Andreas Gormans, Thomas Lentes (Hrsg.): Das Bild der Erscheinung. Die Gregormesse im Mittelalter (KultBild. Visualität und Religion in der Vormoderne 3). Berlin 2007, S. 213 –214, Abb. 3. — Thomas Lentes: Verum Corpus und Vera Imago. Kalkulierte Bildbeziehungen in der Gregormesse. In: Andreas Gormans, Thomas Lentes (Hrsg.): Das Bild der Erscheinung. Die Gregormesse im Mittelalter (KultBild. Visualität und Religion in der Vormoderne 3). Berlin 2007, S. 24 –25, Abb. 8. — Esther Meier: Ikonographische Probleme. Von der „Erscheinung Gregorii“ zur „Gregormesse“. In: Andreas Gormans, Thomas Lentes (Hrsg.): Das Bild der Erscheinung. Die Gregormesse im Mittelalter (KultBild. Visualität und Religion in der Vormoderne 3). Berlin 2007, S. S. 41, Abb. 2. — Manfred H. Grieb (Hrsg.): Nürnberger Künstlerlexikon. Bildende Künstler, Kunsthandwerker, Gelehrte, Sammler, Kulturschaffende und Mäzene vom 12. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts, 4 Bde. München 2007, Bd. 3, S. 1180. — Wolfgang Brückner: Die Sprache christlicher Bilder (Kulturgeschichtliche Spaziergänge im Germanischen Nationalmuseum 12). Nürnberg 2010, S. 35, Abb. 19. — Berndt Hamm: Religiosität im späten Mittelalter. Spannungspole, Neuaufbrüche, Normierungen (Spätmittelalter, Humanismus, Reformation 54). Hrsg. von Reinhold Friedrich und Wolfgang Simon. Tübingen 2011, S. 487. — Yvonne Northemann: Zwischen Vergessen und Erinnern. Die Nürnberger Klöster im medialen Geflecht. Petersberg 2011, 122–123, 239. — Jan Klípa: Ymago de Praga. Desková malba ve střední Evropě 1400–1430. Unter Mitarb. von Adam Pokorný. Prag 2012, S. 76, Anm. 94, S. 82–83, 98, 211, Abb. II/31. — Anna Pawlik: Ein Kindersegen. Die Tafeln eines Nürnberger Katharinenaltars. In: AGNM 2013, S. 143 –144, Abb. 9. — Frank Matthias Kammel: Der Pfeiler als Bildort. Konvexe Epitaphien des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit. In: Kontroverse & Kompromiss. Der Pfeilerbilderzyklus des Mariendoms und die Kultur der Bikonfessionalität im Erfurt des 16. Jahrhunderts. Hrsg. von Eckhard Leuschner, Falko Bornschein, Kai Uwe Schierz. Ausst.Kat. Angermuseum Erfurt. Dresden 2015, S. 164 –165, Abb. 2. — Fabian Wolf: Die Weihnachtsvision der Birgitta von Schweden. Bildkunst und Imagination im Wechselspiel. Regensburg 2018, S. 359, Abb. 190. — Daniel Hess, Dagmar Hirschfelder, Katja von Baum (Hrsg.): Die Gemälde des Spätmittelalters im Germanischen Nationalmuseum, Band I: Franken, 2 Teilbände. Regensburg 2019, Kat. Nr. 9. Weitere Literatur.
 
 
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