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Objekt / Inventarnr.: Gm121

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Hll. Katharina, Ursula und Dorothea aus der Augustinereremitenklosterkirche St. Veit, Nürnberg (Gemälde, Altarbild)

Inventarnummer: Gm121
Hersteller: Meister des Tucher-Altars
Datierung: um 1440/50
Ort: Nürnberg
Material/Technik: Malerei und Metallauflagen auf Fichtenholz
Maße: 38,4 x 58,4 x 1,3 cm
Sammlung: Malerei bis 1800 und Glasmalerei
Beschreibung:
Bei den vier zusammengehörigen Fragmenten (Gm 120, Gm 121, Gm 1830, Gm 1831) handelt es sich um die gespaltenen ehemaligen Innen- und Außenseiten der Predellenflügel des sogenannten Tucher-Altars, der sich heute in der Nürnberger Frauenkirche befindet. Die mit Goldgrund gestalteten Innenseiten zeigen jeweils drei weibliche Heilige in Halbfigur: Gm 120 Agnes (Lamm), Margareta (Drachen) und Barbara (Kelch mit darüber schwebende Hostie); Gm 121 Katharina (Rad und Schwert), Ursula (Pfeile) und Dorothea Cäsarea (Korb mit Rosen und Rosenzweig). Nach der Spaltung der Tafeln in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden die Darstellungen der Innenseiten seitlich beschnitten und dabei um jeweils eine Figur reduziert. Auf den Außenseiten der Predellenflügel sind die zwölf Apostel in Halbfigur dargestellt. Der heute blaue Hintergrund war ursprünglich mit Zwischgold belegt und damit ebenfalls goldfarben. Von den vier Aposteln in der hinteren Reihe sind nur die Köpfe und Schultern zu sehen. An ihren Attributen erkennbar sind: Gm 1830 Matthäus (Beil), Philippus (T-Kreuz), Simon (Buch und Knüttel), Andreas (Andreaskreuz), Bartholomäus (Schindermesser) und Petrus (Schlüssel und Buch); Gm 1831 Johannes Ev. (Kelch, aus dem sich die Schlange windet), Jakobus der Jüngere (Walkerstange), Thomas (Lanze), Jakobus der Ältere (Pilgermuschel), Judas Thaddäus (Keule) und Paulus (Schwert).
Beschriftung:
Die Tafeln der Predella (Sockelzone) des Tucheraltars zeigen die sechs wichtigsten weiblichen Heiligen: Agnes, Margaretha, Barbara, Katharina, Ursula und Dorothea. In der unteren Reihe sind die zwölf Apostel dargestellt. Die Figuren können an Hand ihrer unterschiedlichen Attribute identifiziert werden.
The panels of the predella (base) of the Tucher Altarpiece depict the six most important female saints: Agnes, Margaret, Barbara, Catherine, Ursula und Dorothy. The lower row shows the twelve Apostles. The figures can be identified by their various attributes.
WissKI Perma-Link:
Gm121 im Projekt Deutsche Tafelmalerei des Spätmittelalters
Literatur:
Siehe Gm 120 — Daniel Hess, Dagmar Hirschfelder, Katja von Baum (Hrsg.): Die Gemälde des Spätmittelalters im Germanischen Nationalmuseum, Band I: Franken, 2 Teilbände. Regensburg 2019, Kat.-Nr. 15. Weitere Literatur.
 
 
3.3.130726