Hallo welt!
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http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Hannibal schwört den Römern ewige FeindschaftGemäldeGm1319Gemälde bis 18001<results><lido:eventActor xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:actorInRole><lido:actor xmlns:lido="http://www.lido-schema.org"><lido:actorID lido:pref="preferred" lido:type="http://terminology.lido-schema.org/identifier_type/local_identifier" lido:source="GnmLocalActorId">430</lido:actorID><lido:nameActorSet><lido:appellationValue lido:pref="preferred" xml:lang="de">Schönfeld, Johann Heinrich (1609-nach 1684)</lido:appellationValue></lido:nameActorSet></lido:actor></lido:actorInRole></lido:eventActor></results>um 1660<results><lido:eventPlace xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:type="" lido:sortorder="1"><lido:displayPlace xml:lang="de">Augsburg</lido:displayPlace></lido:eventPlace></results>Dieser Datensatz hat noch kein Proviso.<XmlDescription><BuildingId>16</BuildingId><BuildingDescription>16 Galeriebau</BuildingDescription><FloorId>2</FloorId><FloorDescription>1.OG</FloorDescription><RoomId>24</RoomId><RoomDescription>Ausstellungsraum</RoomDescription></XmlDescription><results><lido:objectMeasurementsSet xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayObjectMeasurements xml:lang="de">H. 98 cm; B. 184,5 cm</lido:displayObjectMeasurements><lido:objectMeasurements/></lido:objectMeasurementsSet></results><results><lido:eventMaterialsTech xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayMaterialsTech xml:lang="de">Öl auf Leinwand</lido:displayMaterialsTech><lido:materialsTech/></lido:eventMaterialsTech></results>Titus Livius (59 v. Chr.-17 n. Chr.) überliefert in seinem monumentalen Geschichtswerk 'Ab urbe condita' (Vom Ursprung der Stadt an) - zu Anfang seiner Schilderung des zweiten Punischen Krieges - , dass am Altar des Kriegsgottes der neunjährige Hannibal (146-82 v. Chr.) in Gegenwart seines Vaters Hamilkar und der Einwohner Karthagos schwor, sobald er könne, als Feind des römischen Volkes auftreten zu wollen (Livius, Ab urbe condita, XXI, 1). - "[...], doch ist die kunstvolle Komposition von Raum, Statuen, Menschenmassen und Einzelfiguren Schönfelds eigenste Leistung. Die dramatische Spannung eines Geschehens von weltgeschichtlicher Bedeutung drückt sich in der Beziehung und Verschränkung der Bildelemente aus und wird durch den Gegensatz zwischen transparenter und schwerfarbiger Malerei sowie durch die souveräne Lichtführung gesteigert" (Bushart 1968, S. 145-146).siehe Andreas Tacke: Die Gemälde des 17. Jahrhunderts im Germanischen Nationalmuseum. Bestandskatalog. Mainz 1995, S. 226.; Das Bild gehörte zu einer serie von mindestens fünf Historienbildern, die Schönfeld für die Sammlung des Augsburger Bürgermeisters Marx Anton Jenisch gemalt hat. Die Jenisch-Sammlung blieb bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts trotz wechselnder Besitzer bis auf ein Bild zusammen. Die fünf Historienbilder zeigten: Hannibal schwört den Römern die Feindschaft, Opfer an Diana, Kampf des Kadmus mit dem Drachen (verbrannt), Himmelssturm der Giganten (verbrannt) und Bacchanal (verschollen, Entwurf in der Albertina). Bei seiner Beschreibung der Vita Schönfelds erwähnt Joachim von Sandrart (1675) bei der Aufzählung der Werke Schönfelds auch Gm 1319 (vgl. oben) und weiter die anderen, zum Teil noch, auch durch ihre Vorzeichnungen (vgl. Biedermann 1971, S. 153-156, Abb. 34-37), überlieferten, vielleicht (Stil und Format lassen an einen einheitlichen Enstehungszeitraum denken; ihr thematischer Zusammenhang müsste noch erwiesen werden) mit Gm 1319 zusammengehörenden Bilder: "[...] In einem andern verrichtet die Göttin Diana ihr Opfer, welcher die aufwartende Nymphen allerley Opfervieh zuführen. Das dritte zeiget ein abscheuliches monstrum, welches des Cadmus Gefährten, da sie Waßer holen wolten, ertödtet und darum von ihme mit einer Lanze durchstoßen wird. Das vierdte bildet sehr nachdenklich der Riesen Himmelssturm aus. Das fünfte aber eine Bacchanalie mit allerhand Nymfen und Bildern künstlich erfüllet" (Sandrart/Peltzer 1925, S. 205). - Vielleicht ist auch das Bild der Dresdner Galerie 'Musikalische Unterhaltung am Spinett' (Inv.Nr. 1991) mit der Gruppe in Verbindung zu bringen, befand sich das Gemälde doch mit den anderen Bildern in der Jenisch-Sammlung. Der Auftraggeber (oder Käufer?), der Augsburger Bürgermeister Jenisch, war weitläufig mit Schönfeld verwandt.; "Einzelne Figuren und Gruppen hängen, wie H. Pée (1971, S. 158; die von ihm genannenten ikonographischen Vergleichsbeispiele aus der römischen und neapolitanischen Barockmalerei fallen vielleicht zu allgemein aus) nachweist, mit italienischen Werken Poussins [1594-1665] und Domenichinos [1581-1641] zusammen, [...]" (Bushart 1968, S. 145 f.). - Der Einfluss von Jacques Callots (1592-1635) Radierungen, auf den Herbert Pée (1971) zu Recht aufmerksam machte, ist zu bedenken. Pée nannte vor allem Blätter, die im Zusammenhang mit dem Gemälde in Vaduz (s.u.) stehen. Interessant wäre aber auch, zu klären, in welchem Verhältnis zu Gm 1319 die Zeichnung Callots 'Christus vor Pilatus' ( s. Daniel Ternois: Jacques Callot, Catalogue complet de son ?uvre dessinée. Paris 1962, S. 99, Nr. 578, Abb. 578), die in Florenz entstand und zu den Vorzeichnungen gehört, die für die Serie der 'Großen Passion' nicht umgesetzt wurden, steht. Verblüffend sind die Parallelen bei der Figurenanordnung und der Architektur.; Vorzeichnungen: Eine Zeichnung aus dem Planungsstadium in der Albertina, Wien (Inv.Nr. 24.451): vgl. Tacke 1995, S. 227, Abb. 167, sowie Ausst. Kat. Johann Heinrich Schönfeld. Welt der Götter, Heiligen und Heldenmythen. Zeppelin Museum Friedrichshafen/Staatsgalerie Stuttgart. Köln 2009, Nr. 10; Federzeichnung in Grau, laviert, 18,2 x 29,5 cm.; Nachzeichnung: Die im Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz Berlin befindliche 'Nachzeichnung' (Inv.Nr. KdZ 7936) (vgl. Tacke 1995, S. 227, Abb. 166) von Johann Michael Tobrias (gestorben vor 1677) - Feder, grau laviert, 190 x 292 mm - ermöglicht, wie Hans Möhle (1951) zuerst feststellte, eine zeitliche Eingrenzung der Entstehung von Gm 1319 vor dem 12. Dezember 1662. Die Unterschiede zwischen Tobrias' Zeichnung und Gm 1319 erlauben aber die Frage, ob die Zeichnung auf eine andere Vorzeichnung (diese müßte als verschollen gelten) Schönfelds zurückgeht. Gleich in welchem Verhältnis das Blatt von Tobrias zur Arbeit Schönfelds steht, seine Datierung gibt Anhaltspunkte zum ausgeführten Werk.; Variante: Eine spätere Variante in der Fürstlich Liechtensteinischen Gemäldegalerie in Vaduz (Inv.Nr. 1264): Öl auf Leinwand, 107 x 183, 5 cm. Fürst Karl Eusebius von Liechtenstein (1611-1684) erwarb dieses Gemälde und weitere Kunstgegenstände von dem Maler Johann Spillenberger (um 1628-1679; s. im GNM Gm 1203) aus Augsburg (vgl. Victor Fleischer: Fürst Karl Eusebius von Liechtenstein als Bauherr und Kunstsammler (1611-1684) (Veröffentlichungen der Gesellschaft für Neuere Geschichte Österreichs, Bd. 1). Wien und Leipzig 1910, S. 55, Nr. 3). Der Altar mit der Kriegsgöttin sowie Hannibal und sein Vater sind hier in der zu denkenden Mittelachse angeordnet. Die Zuschauer der Szene sind auch dort im Kreis gruppiert. Die Wiener Fassung wurde von Gabriel Ehinger (1652-1736) radiert.; Sandrart/Peltzer, 1925, S. 205: "[...] wie Hannibal seinem alten Vater Amilcar in einem Tempel kniend den Eid leistet, dass er der Römer Feind leben und sterben wolle" - Bushart 1968, S. 145--156: "Schönfeld verlegt die Schwurszene in einen riesigen Tempelraum, der Erinnerungen an das Pantheon mit solchen an den Petersdom in Rom verbindet. In der Mitte der hallenden Rotunde erhebt sich der Altar mit der Figur des Kriegsgottes. Das Volk Karthagos umgibt die Schwörenden in weitem Kreis. [...]".Sie finden das Objekt in der Dauerausstellung mit der Nummer 1: Dauerausstellung Renaissance, Barock, Aufklärung
