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Objekt / Inventarnr.: Gm2375

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Der Hohn (Gemälde)

Inventarnummer: Gm2375
Schenkung Sammlung Hoh
Hersteller: Baumgarten, Georg (1894-1945)
Datierung: 1923
Material/Technik: Öl auf Leinwand, Rahmen aus Nadelholz
Maße: H. 150, 5 cm, B. 201 cm; mit Rahmen: H. 154 cm, B. 204 cm
Marke/Inschrift: GBg 1923 — GBg 1923
Sammlung: 19. Jahrhundert
20. Jahrhundert
Beschreibung:
2008 Schenkung Sammlung Hoh, Fürth
Beschriftung:
Nach dem Ersten Weltkrieg widmet sich die Avantgarde verstärkt dem internationalem Austausch. Dies findet eine Entsprechung in der politischen Kultur der Weimarer Republik und erinnert an die Gründung des Völkerbundes. Die "Frankfurter Zeitung" bemerkt 1922: "Wenn die Künstler sich für die Ideen der Verständigung einsetzen, so sollten sie der freudigen Anerkennung aller gewiss sein dürfen. Gründet sich doch ihr Ziel auf dem einzig produktiven Gedanken des 20. Jahrhunderts." Rigide nationalkonservative Kreise sehen das anders und schmähen die Moderne als "sittenwidrige", "jüdisch-französische" und "internationalistisch-bolschewistische" Kunst. Der dem Berliner "Sturm"-Kreis nahe stehende Baumgarten bespiegelt die Hybris des nationalistischen und völkischen Wahns. Er zeigt eine Ansammlung gehässig geifernder Fratzen, die in ein Räderwerk der Destruktion verstrickt sind. Im fahl glimmenden Furor der Farben tauchen Geschütze auf und die hämischen Gesichter scheinen sich in Totenköpfe zu verwandeln.
Literatur:
KulturGut. Aus der Forschung des Germanischen Nationalmuseums, 2009, H. 21, S. 18--21. — Peters, Ursula: Georg Baumgarten. Der Hohn, 1923. In: Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums, 2009, S. 220--221. — Baumgarten, Georg. In: AKL Online, Dok-ID: _30017082 (10.06.2011).
 
 
3.3.130726