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Objekt / Inventarnr.: HG3147

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Willkomm der Schuhmacher-Gesellen in Schneeberg (Sachsen) (Pokal aus Zinn mit anhängenden Silberschildchen)

Inventarnummer: HG3147
Hersteller: Johann George Junghans
Datierung: 1711
Ort: Schneeberg (Sachsen)
Material/Technik: Zinn, gegossen, graviert; Silber, graviert
Maße: H. 52,2 cm
Marke/Inschrift: ANNO 1711 DEN 27 JULIUS HAT EINE LOEBLICHE BRÜDERSCHAFFT DER SCHUKNECHTE IN SCHNEEBERCK EINEN WILL-KOMEN MACHEN LASSEN DIE BEYSITZER SINT GEWESSEN CHRISTIAN PFEFFER CONRAT PIETZSCH DIE ALTGESELLEN SIND GEWESSEN JOHAN GOTTFRIED KAESTEL VON JOHAN GEORGEN ST. GOTTFRIED SACHS VON SCHNEBERGK DER SCHREIBER IST GEWESEN SAMUEL NEUBERT VON WILDENFELS MICHAEL RÖDER JOHAN ERNST STERNKOPFF DER VATER IST GEWESEN AUFF DER HERBERG GEORG ANDREAS WOLFF — Einer Löbl. Brüderschafft die Beysitzer gewesen M. Christian Unger u. M. Gottfriet Sachs Alt Gesellen Christoph Leonhard u. Beniamin Göbel Ao. 1717 — DIE BEYSITZER SINT GEWEST M. MICHAEL FEIG UND M. CONRAD PITZSCH. ALT GESELLEN SEIN GEWEST GOTFRID SACHS UND GOTTLIEW TRÖGER 1715 — Einer Löbl. Brüder Schafft Die Beysitzer gewesen M. Michael Feich M. Georg Andreas Wolff Die Alt Gesellen Johanns Thomas von butzbach Johann Dauif pfefer von Schneberg 1718 — DIE BEYSITZER SEIN M. ANDREAS WOLFF UND M. C. MÜLLER ALTGESELLEN G. TROGER UND B. HÜMERZIG ANNO 1716 J N D L B — Schlegel und Eisen, gekreuzt; Architektur — JGJ (verschlungen); 74 — Darstellung: Schlegel und Eisen gekreuzt — CR oder CB (ligiert)
Sammlung: Handwerksgeschichte
Kunsthandwerk bis 1800
Beschreibung:
In zwei Stufen aufgewölbter und profilierter Fuß, sehr dünner, sich nach oben konisch erweiternder, glatter Schaft. Cuppa aufgebaut aus kleinerem Wulst, profilierter Kehle und breiterem Wulst mit vier angegossenen Löwenköpfen, darüber glattwandige, senkrechte Mittelzone durch Profilierungen abgetrennt, weiterer hoher Wulst, der sich zum Lippenrand hin öffnet. Hieran vier Löwenköpfe, die vier silberne Schilde im Maul halten. Diese haben gewölbte Mittelfelder mit Gravierungen (jeweils in der Mitte ein Stulpenstiefel mit hohem Absatz, außen herum eine Inschrift) und eine durchbrochen geschnittene Wappenumrahmung in Form zweier gekreuzter Palmzweige, oben von einer Krone geschlossen. (Auf dem dritten Schild zwei Silbermarken.) Auf der oberen Cuppawandung gravierte Inschrift zwischen den Löwenköpfen. Entsprechend dem Fuß gewölbter Deckel, auf dem Kugelknauf die Figur eines gerüsteten Kriegers mit Helm, vor sich ein sehr großes, geschweiftes Schild mit Zunftzeichen.
Literatur:
Dagmar Thormann: Zunftzinn und Zunftsilber im Germanischen Nationalmuseum. Nürnberg 1991, S. 44-45 — Erwin Hintze: Die deutschen Zinngießer und ihre Marken. I Sächsische Zinngießer. Leipzig 1921, Nr. 1194 (zum Meister und zu den Marken)
 
 
3.3.130726