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Objekt / Inventarnr.: HG625

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Schützenpokal (Pokal der Nürnberger Schützengesellschaft)

Inventarnummer: HG625
Hersteller: Johann Jacob Clauß (Meister 1660, gest. 1689)
Datierung: 1674/1681
Ort: Nürnberg
Material/Technik: Silber, gegossen, getrieben, ziseliert, punziert, graviert, teilvergold
Maße: H. 56,5 cm; Dm. 13,3 cm (Lippe); Dm. 15.3 cm (Fuß)
Marke/Inschrift: N im Rund — HC ligiert in geschweiftem Schild — H. Christoph Führer, Herr Georg Christoph Volckamer, H. Georg Holzschuer, H. Jobst Christoph Kreß, H. Paul Albrecht Rieter, Daniel Schnabel, Zacharias Coster, J. Sigmund Jacob Holzschuer, J. Veit Engelhard Holzschuer, J. Ferdinand Sigmund Kreß, J. Johann Christoph Harsdörffer, J. Jobst Wilhelm Ebner, J. Christoph Bonaventura Tucher, J. Hieronymus Felix Welser, Magnus Carl Zeuchmeister. — J. Johann Jobst Harsdörffer, Haubtmann. Johann Augustin Eckebrecht, H. Matthaeus Müller, Georg Winter, Tobias Friderich Linck, Johann Leonhard Kellner, Johann Bernhard Mayr, Johann Baptist Mayr, Martin Rost, David Felbinger, Johann Andreas Matt, Georg Gabriel Nöttel, Georg Nürnberger, Peter Caspar Gläser, Johann Jacob Helmreich. — Johann Leonhard Stöberlein, Johann Nubann, Leonh. Mich. Mayr, Peter Paul Metzger, Heinrich Schmid, Leonhard Kramer, David Hirschvogel, Jacob Straskirchner, Johann Conrad Götz, Georg Rösler, Wolff Heinrich Öden, Adolf Heinrich Weinreich, Daniel Tobias Kamm, Johann Michael Wiesend, Georg Eisemann, Johann Leonhard Steffler, Johann Kapp der Älter, Johann Kapp der Jünger, Johann David Vogel, Johann Christoph Helmreich, Johann Georg Drümel, Michael Ernst, W. ausser Schiesbach, Sebastian Küntzel, Leonhart Paulus, Joh. Georg Reuter, Adolph Kreß, Hieronym. Gregor Gutthaler, Andreas Meister, Michael Müller, Johann Matthes, Joh. Christ. Frickinger, Wilhelm Friderich Schwab, Johann Friderich von Thül, Johann Wolff Worster, Jeremias Rösler, Christoph Friderich Kreß, Johann Martin Hönning, Johann Georg Schmid, Joach. Sigm. Gamersfelder, Georg Heinrich Pomer. — Johann Paul Tucher, Christoph Wilhelm Sembler, Johann Hoffmann, Johann Wilhelm Kress Lieud., Christoph Sigmund Tucher, Wolff Christoph Kreß, Johann Georg Beck, Daniel Eysler, Joseph Kröner, Johan Steitz W. a. d. Schißhauß, Joh. Geo. Windisch, Joh. Dan. Felbinger, Johann Baur, Paulus Friedlem, Martin Siegfried Praum, Con. Chr. Kreußner. — H. Wolf Jacob Nüzel, H. Paul Tucher, H. Georg Christof Kreß, Hironym. Wilhelm Ebner, Christof Michael Kreß, H. Johann Christof Im Hoff, H. Friderich Wilhelm Ebner, Johann Andreas Mayr, Johann Herdegen jun., Johann Christoph Felbinger, Johann Georg Bölldin, Lorenz Schmidlein, Georg Holzmann, Friderich Heinlein, Leonhard Spielberger, Benedikt Brait, Johann Georg Fränz.
Sammlung: Handwerksgeschichte
Kunsthandwerk bis 1800
Beschreibung:
Der runde, hochgewölbte Fuß mit Wellenrand verjüngt sich sockelartig und wird von einer am Rand gewellten und in der Mitte erdschollenartig aufgewölbten Platte abgeschlossen. Darauf steht eine gegossene Schützenfigur In zeitgenössischer Kleidung mit Pulverflasche, Allongeperücke, breitkrempigem Hut und seitlich aufgestütztem Gewehr. Kelchförmige Kuppa mit glattem Lippenrand. Gewölbter Deckel mit gegossener Schützenfigur mit angelegtem Gewehr. Fuß, Cuppa und Deckel tragen über gesamte Wandung hochovale, auf silbernem Grund gravierte Wappenfelder mit eingravierten Namen, Fuß und Deckel auch auf den Innenseiten. In der Chronik 1700-1843, S. 366 ist der Pokal erwähnt: "Der 4te silberne und vergoldete Pokal, zwischen dem Fuß und Becher ein stehender Schütze mit vielen Wappen, wiegt 6 Mark, 3 Loth, 1 Q.". Er gehörte der sog. Mittwochsgesellschaft, die sich 1816 auflöste und ihr Schützensilber den Schützen von St. Johannis überließ: "Am 4. Juli 1816 vereinigten sich die noch übrigen Mitglieder der Mitwochgesellschaft mit der Schützengesellschaft bei St. Johannis (siehe pag. 336). Bis zum Jahre 1801 bestand eine den übrigen Schützen abgesonderte Gesellschaft, gebildet aus dem größtentheils der ersten Staatsposten begleitdeten Geschäftsmännern, Kaufleuten oder Gelehrten, trat im Jahre 1622 zusammen, die hatten ihren eigenen Schützenortnung, und hieß, weil sie der Mitwoch zusammenkamen, die Mittwochs Gesellschaft.
Literatur:
Rosenberg, Marc: Der Goldschmiede Merkzeichen. 3. erw. Aufl. 4 Bde. Frankfurt am Main 1922-1928, Nr. 4282a — Deutsche Goldschmiedekunst vom 15. bis zum 20. Jahrhundert aus dem Germanischen Nationalmuseum. Ausst.Kat. Hanau u.a. Berlin 1987, Kat,Nr. 202 — Schätze deutscher Goldschmiedekunst von 1500 bis zum 1920 aus dem Germanischen Nationalmuseum. Ausst.Kat. Nürnberg. Berlin 1992, Nr. 193 — Nürnberger Goldschmiedekunst 1541--1868, Meister, Werke, Marken. Bearb. v. Karin Tebbe u. a. Nürnberg 2007, Nürnberg 2007, Nr. 125.04 — Nürnberger Goldschmiedekunst 1541-1868. Bd. 2 Goldglanz und Silberstrahl. Bearb. v. Karin Tebbe u. a. Nürnberg. Zugleich Katalog der Ausstellung in Nürnberg 2007. Nürnberg 2007, S. 285, Kat. 165 — Schürer, Ralf: Nürnbergs Goldschmiede und ihre Auftraggeber. In: Nürnberger Goldschmiedekunst 1541-1868. Bd. 2: Goldglanz und Silberstrahl. Kat. Ausst. Nürnberg. Freiburg 2007, S. 98
 
 
3.3.130726