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Objekt / Inventarnr.: MM20

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Hl. Bernhard von Clairvaux aus St. Walpurgis bei St. Michael/Steiermark (Glasgemälde, Rechteckscheibe)

Inventarnummer: MM20
Datierung: um 1295/1297
Ort: St. Michael/Steiermark
Material/Technik: farbige Hüttenglas mit Schwarzlotmalerei
Maße: mit Rahmen: H. 105,8 cm, B. 40 cm, T. 0,8 cm; lichte Maße: H. 104,1 cm, B. 38,4 cm
Marke/Inschrift: in gotischer Majuskel: S:BERNHARDUS
Sammlung: Malerei bis 1800 und Glasmalerei
Beschriftung:
Eine von fünf Rechteckscheiben (Inv.-Nr.: MM16, MM17, MM18, MM19, MM20) aus St. Walpurgis bei St. Michael in der Steiermark: Die Folge stammt aus dem Chor einer kleinen Kirche. Das gemalte Statuenprogramm knüpft an Vorbilder in gotischen Kathedralen an. Stifter des ambitionierten Zyklus war Abt Heinrich von Admont. Er ließ sich als Stifter stehend zwischen den beiden Ordensheiligen darstellen. Die Stifterscheibe und weitere Reste der Verglasung sind am ursprünglichen Standort erhalten. Die fünf Scheiben stammen wahrscheinlich aus dem dreibahnigen und dreizeiligen Chorachsenfenster.
Saint Bernhard of Clairveaux. All of the standing figures are surrounded by a keyhole medallion frame. This is a Late Romanesque frame form that per - sisted in the alpine region. It creates a richly varied tapestry ground. The foliage ornamentation is continued in the painted vaults, thus creating that sense of a total work of art. The figures, too, take up earlier prototypes. Here the Early Gothic zigzag style witnesses its last lowering. The appearance of more modern forms is heralded by the elongated lengths of drapery (s.a. Inv.-Nr.: MM16, MM17, MM18, MM19).
Literatur:
August von Essenwein: Katalog der im germanischen Museum befindlichen Glasgemälde aus älterer Zeit. 2. Auflage. Nürnberg 1898, S. 7. — Ernst Bacher: Frühe Glasmalerei in der Steiermark. Ausst.Kat. Landesmuseum Graz anläßlich der Restaurierung der Glasgemälde von St. Walpurgis. Graz 1975, S. 15-21. — Ernst Bacher: Die mittelalterlichen Glasgemälde in der Steiermark. 1. Teil, Graz und Straßengel (CVMA Österreich III, 1). Wien/Köln/Graz 1979, S. XXVI-XXVII, Abb. 6. — Elisabeth Oberhaidacher-Herzig: Fundator oder Stifter? Ein Beitrag zur Stifter-Ikonographie in der Glasmalerei des späten 13. Jahrhunderts. In: Österreichische Zeitschrift für Kunst und Denkmalpflege 47, 1993, S. 138-143. — Elisabeth Oberhaidacher-Herzig. In: Ausst Kat. Himmelslicht. Europäische Glasmalerei im Jahrhundert des Kölner Dombaus (1248-1349). Schnütgen Museum Köln 1998, Nr. 45,1-2, S. 230-231. — Elisabeth Oberhaidacher-Herzig. In: Günter Brucher (Hrsg.) Geschichte der bildenden Kunst in Österreich 2. Gotik. München/London/New York 2000, Nr. 170, S. 419-420. — Daniel Hess. In: Mittelalter. Kunst und Kultur von der Spätantike bis zum 15. Jahrhundert (Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums, Bd. 2). Nürnberg 2007, S. 119, 266-267 [urn:nbn:de:bsz:16-artdok-47176], 420, Kat. 356, Abb. 235. — Elisabeth Oberhaidacher-Herzig: Abbas Admundus Haainricus abhinc oriundus. Die Bildfenster von St. Walpurgis als Memoria für ihren Stifter Abt Heinrich von Admont. In: Österreichische Zeitschrift für Kunst und Denkmalpflege LXX, 2016, S. 58-67.
 
 
3.3.130726