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Objekt / Inventarnr.: Pl.O.2181

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Muttergottes, stehend (Figur aus Mainsandstein (Würzburg, Weinberg))

Inventarnummer: Pl.O.2181
Datierung: um 1350
Ort: Unter-Franken; Würzburg, ID: 7004335; Würzburg
Material/Technik: Mainsandstein - massiv, rückseitig leicht abgeflacht
Maße: H. 163 cm; B. 52 cm; T. 33 cm
Sammlung: Skulptur bis 1800
Beschreibung:
Die lächelnde, gekrönte Maria hält das (verlorene) Kind auf der linken, seitwärts ausschwingenden Hüfte. Sie trägt ein langes, die Füße bedeckendes Gewand und einen bis zu den Knien reichenden Mantel, der über den Kopf gezogen und am linken Arm gerafft ist.
Beschriftung:
Die Figur gehört zu einer Gruppe von Bildwerken, die von Kaiser Ludwig dem Bayern und seinem Hofkreis beauftragt wurden. Stilistisch kennzeichnend sind die Komposition des Gewandes, die präzise Schärfe der Faltenbildung und der herbe Charakter des Antlitzes. Der Versuch, die Stofflichkeit der Kleider zu schildern, wird besonders an der über die Brust gezogenen Mantelbahn deutlich. Der ursprünglich auf dem linken Arm der Madonna sitzende Jesusknabe ist verloren.
The figure belongs to a group of sculptures commissioned by Emperor Ludwig the Bavarian and his court circles. Stylistically characteristic are the composition of the garments, the sharp definition of the fold drapery and the austere character of Mary’s face. The attempt to render the materiality of her clothing is particularly evident in the way the lengths of cloak are drawn up over her chest. The Christ Child who originally sat upon her left arm is lost.
Literatur:
Stafski, Heinz: Die Bildwerke in Stein, Holz, Ton und Elfenbein bis um 1450 (Die mittelalterlichen Bildwerke Bd. 1). Nürnberg 1965, S. 153-155, Abb. Nr. 142 - Suckale, R. : Die Hofkunst Kaiser Ludwig d. Bayern, München 1993, S. 73, 81, 255, Nr. 66, Abb. 63 (Münchener Hofwerkstätten, um 1340, dieselbe Hand wie der Salvator in der Stadtpfarrkirche St. Andreas, Karlstadt, Rieneckerkapelle). -- Kaiser Ludwig der Bayer. Ausst.Kat. Stadtmuseum Fürstenfeldbruck 1997, S. 175. -- F.M.Kammel: Kunst in Erfurt 1300--1360. Studien zu Skulptur und Tafelmalerei. Berlin 2000, S. 219, Abb. 64. -- F.M. Kammel: Die mitteldeutschen Vesperbilder und die Iglauer Pietà. Eine Revision unseres Erkenntnisstandes. In: Milena Bartlova (Hrsg.): Die Pietà aus Jihlava/Iglau. Brünn 2007, S. 55, Abb. 26. - R. Suckale: Die Grabfiguren des hl. Otto auf dem Michaelsberg in Bamberg. In: derselbe: Das mittelalterliche Bild als Zeitzeuge. Sechs Studien. Berlin 2002, S. 192--194. — (aus Stafski) 58. Jahresbericht d. GNM, 1911, S. 4. - Christian Rauch: Zur Mittelrheinischen Kunst. In: Hessenkunst 7, 1912, S. 12/13 - Fritz Knapp: Würzburger Bildhauer des 14. Jahrhunderts. In: Rep. f. Kunstwiss. 40, 1917, S. 104-06 - F. T. Schulz (1922), S. 12-14 - H. Wilm (1922), S. 19, 35 Nr. 22 - W. Pinder (1924), S. 44 -Ders.: Mittelalterliche Plastik Würzburgs. 2. Aufl. Leipzig 1924, S. 6 - K. Martin (1927), S. 39-42 - H. Müller: Fränkische Plastik in der Zeit von 1300 bis 1470, Diss. Würzburg 1951, S. 29 - G. Bräutigam (1953), S. 94, 113 - Barbara Bott: Die Plastik der Frankfurter Domportale. Schriften des Histor. Museums Frankfurt/M. 10. Frankfurt 1962, S. 43
 
 
3.3.130726