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Objekt / Inventarnr.: Pl.O.2396

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Johannesschüssel (Skulptur aus Lindenholz)

Inventarnummer: Pl.O.2396
Datierung: um 1380
Ort: Salzburg; Österreich ID: 1000062; Salzburg
Material/Technik: Lindenholz - massiv, Hinterhaupt leicht abgeflacht, alte Farbfassung
Maße: Kopf: H. 27,5 cm; B. 17 cm; T. 15 cm; Schüssel: D. 40,5 cm
Marke/Inschrift: (unleserlich)
Sammlung: Skulptur bis 1800
Beschreibung:
Der bärtige Kopf ist charakterisiert durch die "gebrochenen" Augen, betonte Backenknochen und lang hinter den Ohren herabgeführte Lockenspiralen. Inkarnat blaßrosa, Haare dunkelbraun, Schnittfläche des Halses dunkelrot. Schüssel grau mit rotem, schwarz gerändertem Fond.
Beschriftung:
Sammelkommentar: Das Motiv wurzelt in der biblisch verbürgten Lebensgeschichte des Vorläufers Christi. Sein abgeschlagener Kopf wurde bei einem Festmahl des Königs Herodes auf einer silbernen Schüssel präsentiert. Ab 1206 befand sich die aus Byzanz geraubte Reliquie des Johanneshauptes in Amiens; die vermeintliche Schale wurde in Genua verehrt. Die Bildwerke reflektieren diesen Kult. Seine höchste Verbreitung besaß dieser Typ von Andachtsbildern im 14. und 15. Jahrhundert.
Literatur:
Stafski, Heinz: Die Bildwerke in Stein, Holz, Ton und Elfenbein bis um 1450 (Die mittelalterlichen Bildwerke Bd. 1). Nürnberg 1965, S. 181 mit Abb. Nr. 166. — Kammel, Frank Matthias: Andachtsbild und Formenvielfalt: Skulptur. In: Mittelalter. Kunst und Kultur von der Spätantike bis zum 15. Jahrhundert, Nürnberg 2007, S. 277--289, S. 282, Abb. 253. — Mittelalter. Kunst und Kultur von der Spätantike bis zum 15. Jahrhundert (Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums, Bd. 2). Nürnberg 2007, S. 282, 425, Kat. 392, Abb. 253. — Jutta Zander-Seidel und Frank Matthias Kammel: Mittelalter. In: Germanisches Nationalmuseum. Führer durch die Sammlung. Nürnberg 2012, (S. 39-62), S. 56.
 
 
3.3.130726