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Objekt / Inventarnr.: SP46131

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Burgschwalbach, Rhein-Lahn-Kreis, Hessen: Grundriß und Gesamtansicht von Norden (Zeichnung)

Inventarnummer: SP46131
Hersteller: Karl August von Cohausen
Datierung: 2./3. Viertel 19. Jh.
Material/Technik: Papier, Feder in Schwarz, Pinsel in Graublau
Maße: H. 20,6 cm, B. 33,5 cm
Marke/Inschrift: Burgschwallbach 1368-1371
Sammlung: Graphische Sammlung
Beschreibung:
ZR.-Nr. 3871/1926-1065 Burgschwalbach, Rhein-Lahn-Kreis, Hessen: unmaßstäblicher, nach Südosten ausgerichteter Grundriß mit Maßstabsleiste und Gesamtansicht von Norden. Burgschwallbach zeichnet sich durch den streng symmetrischen Grundriß aus: Die stumpfwinklig gebrochene Schildmauer der Kernburg im Nordosten mit in die Spitze eingestelltem Bergfried, südwestlich gegenüber der rechteckige Palas. Zusammen mit zwei Gebäudeflügeln bilden sie einen sich nach Südosten weitenden Innenhof. Der äußere Bering wurde in seinem Verlauf der Kernburg angepaßt. Das Torhaus in der Südecke ist auf dem Grundriß nur durch Bleistiftstriche angedeutet, auf einem in der Cohausensammlunbg befindlichen, 1873 von Wilhelm Lotz angefertigten Grundriß (ZR.-Nr. 3871/1926-799) fehlt es ganz. Auf einer Gesamtansicht von Stolberg (SP SP 45798) ist es aber eindeutig als als rechteckiger Bau mit Fachwerkaufsatz und Krüppelwalmdach zu erkennen. Zudem ist es auf einem 1907 von Ferdinand Luthmer publizierten Grundriß eingetragen (KDM 1907, S. 236-241). 1894 erhielt es für die dort eingereichtete Wirtschaft einen Saalanbau. Laut rückseitigem Vermerk Stolbergs hatte er diese Zeichnung als Geschenk von dem Ingenieur und Burgenforscher Karl August von Cohausen erhalten. Die Zeichnung stellt somit den einzigen direkten Beleg einer persönlichen Bekanntschaft zw. Stolberg und Cohausen dar. Die beiden dürften sich im Zusammenhang mit dem Germanischen Nationalmuseum kennengelernt haben, in dessen Gelehrtenausschuss und Verwaltungsrat Cohausen Mitglied war und zu dessen ersten Förderern Stolberg gehörte. (Die Zeichnung war irrtümlich in den Nachlass „Karl August von Cohausen“ einsortiert, daher Vergabe einer ZR.-Nr. des Cohausennachlasses. Im Rahmen der 2014 durchgeführten Inventarisierung des Nachlasses „Botho Graf zu Stolberg-Wernigerode“ wurde die Zeichnung in diesen Nachlass umgelagert.)
Literatur:
Günster, Nina/G. U. Großmann: Blicke auf die Burg. Zeichnungen und Aquarelle des 19. Jahrhunderts aus den Beständen Karl August von Cohausen und Botho Graf zu Stolberg-Wernigerode im GNM. Nürnberg 2010, S. 44-46 — Luthmer, Ferdinand: Die Bau- und Kunstdenkmäler des Lahngebietes. Oberlahnkreis - Kreis Limburg - Unterlahnkreis. (= Die Bau- und Kunstdenkmäler des Regierungsbezirkes Wiesbaden. Bd. 3: Lahngebiet). Frankfurt/Main 1907, S. 236-241
 
 
3.3.130726