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Objekt / Inventarnr.: T812

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Mantel mit Seidenstickerei (Überkleidung (Herren))

Inventarnummer: T812
Datierung: Um 1600/20
Material/Technik: Seidenatlas, rot, Applikationsstickerei, Seidenstickerei, Futter Bastfasern
Maße: L. 51,5, cm
Sammlung: Textilien und Schmuck
Beschreibung:
Kurzer, halbkreisförmiger Umhang aus rotem Seidenatlas mit kleinem Kragen. An den Rändern ist eine umlaufende Bordüre aufgestickt, bei der einseitig mit Zacken und Dreiblättern besetzte Randstreifen eine Wellenranke mit eingestellten Blumen-, Frucht- und Tiermotiven rahmen. Die beiden Eckzwickel akzentuieren Vasen, über denen je ein Blütenstengel in das Mittelfeld ragt. Am Halsausschnitt wird das vielfarbig bestickte und mit goldgelben Applikationen versehene Band von dem angeschnittenen, trapezförmigen Kragen unterbrochen, dessen Oberseite Motive der Stickerei aufnimmt. Hellbraunes Futter aus Bastfasergewebe.
Beschriftung:
Bestickte Kleidung gehörte um 1600 zur höfischen Mode. Träger des kurzen Mäntelchens war angeblich ein Ansbacher Hofnarr, jedoch ist diese Bestimmung nicht gesichert. Die Stickereien und Applikationen zeigen Ranken, Blüten, Vasen, Früchte und Tiere. Der ebenfalls bestickte Kragen ist angeschnitten.
Red cloak with silk embroidery. Embroidered clothing was part of courtly fashion around 1600. The wearer of this short cloak was reportedly a court jester from Ansbach, though this is uncertain. The embroideries and appliqués display tendrils, blossoms, vases, fruits and animals. The embroidered collar is cut in one with the cloak.
Literatur:
In Mode. Kleider und Bilder aus Renaissance und Frühbarock. Hrsg. von Jutta Zander-Seidel. Ausst.Kat. Germanisches Nationalmuseum. Nürnberg 2015, S. 121- 122, 281 (technologische Angaben), Kat.-Nr. 61. — Janet Arnold: Patterns of Fashion. The cut and construction of clothes for men and women c. 1560 – 1620. London 1985, S. 35, 95. — Aufgang der Neuzeit. Deutsche Kunst und Kultur von Dürers Tod bis zum Dreissigjährigen Kriege 1530 – 1650. Ausst.Kat. Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg. Bielefeld 1952, S. 120, Nr. M 176. — GNM Wegweiser 1897, S. 122.
 
 
3.3.130726