Hallo welt!

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http://objektkatalog.gnm.de/objekt/Die TürkenpfeifeSchützenscheibeVK4575Volkskunde-Spielzeug-Judaica11820<results><lido:eventPlace xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayPlace xml:lang="de">süddeutsch</lido:displayPlace></lido:eventPlace></results>Dieser Datensatz hat noch kein Proviso.<XmlDescription><BuildingId>13</BuildingId><BuildingDescription>13 Südbau</BuildingDescription><FloorId>01</FloorId><FloorDescription>1.UG</FloorDescription><RoomId>11</RoomId><RoomDescription>Depot</RoomDescription></XmlDescription><results><lido:objectMeasurementsSet xmlns:lido="http://www.lido-schema.org" lido:sortorder="1"><lido:displayObjectMeasurements>Dm. 71,5 cm</lido:displayObjectMeasurements></lido:objectMeasurementsSet></results><results><lido:eventMaterialsTech xmlns:lido="http://www.lido-schema.org"><lido:displayMaterialsTech xml:lang="de">Holz, mit Ölfarben bemalt, Metallöse</lido:displayMaterialsTech></lido:eventMaterialsTech></results>Auf der runden Scheibe ist ein grauhaariger Mann erkennbar, der auf einem Stein am Wegesrand sitzt. In der linken Hand hält er eine Pfeife mit rotem Pfeifenkopf. Der Greis mit Holzbein blickt zu einem jungen Paar, das vor ihm steht. Die Dame trägt ein rotes Chemisenkleid sowie einen schwarzen Hut mit breiter Krempe. Ihren beigefarbenen Umhang hat sie um ihre Handgelenke gebunden. Bei ihrem Begleiter hat sie sich eingehakt. Der Mann hält in der linken Hand einen Stock sowie einen Zylinder. Er trägt einen dunkelblauen Frack mit hohen Stehkragen, ein eng taillierte grün-graue Hose, flache, spitze, schwarze Schuhe. Beide blicken im Vorübergehen auf den Invaliden hinab. Im Hintergrund ist eine Ortschaft zu erkennen. Am oberen Scheibenrand ist der Name des Stifters sowie das Datum zu lesen: „Johannes Straub. den 24. Oct. 1820.“; links davon steht die Verszeile: „Der Wakern Walters Geist ruht auch auf seinem Erben.", rechts: "Der alte Graubart darf bei ihm in Frieden sterben.“ Ferner sind unten die ersten beiden Strophen des Gedichts „Die Türkenpfeife“ von Gottlieb Konrad Pfeffel wiedergegeben: „Gott grüß euch Alter! Schmekt das Pfeifchen. Weißt her! Ein Blumentopf Von rothem Ton mit goldnen Streifen! Was wollt ihr für den Kopf? O Herr, den Kopf kann ich nicht lassen, Er kommt vom brävsten Man; Der ihn, Gott weiß es, einem Bassen Bey Belgrad abgewann.“ Auf dieser Scheibe sind Linien zu sehen, die von den Einschusslöchern bis zum Scheibenrand gezogen und mit Nummern versehen wurden. Der Scheibenspiegel wurde mit Bleistift aufgezeichnet. Das Schusszentrum bildet der Pfeifenkopf. Der Name „Matthias Wagner“ bezeichnet den besten Schützen. Insgesamt wurde 21 Mal auf die Scheibe geschossen.Katharina Kästel: Schützenscheiben. In: Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums 2017. Nürnberg 2024, S. 298-301.weiterführend: Ulrike Götz: Zum Bildtypus Schützenscheibe und zum Scheibenbestand der Freisinger Feuerschützen. In: Freising im Visier. Die bemalten Scheiben der Freisinger Feuerschützen seit 1684. Ausst.Kat. Stadtmuseum Freising. Freising 2015, S. 43–78.