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Objekt / Inventarnr.: WI2154

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Fernrohr (Fernrohr; Teleskop)

Inventarnummer: WI2154
Hersteller: Joseph von Utzschneider
Datierung: 1809-1814
Ort: Benediktbeuern
Material/Technik: Messing, Holz (Mahagoni oder Eiche gebeizt ?), Glasoptik
Maße: Ausgezogen: L. 79,6 cm, Eingezogen: L. 66 cm
Sammlung: Waffen und Jagdkultur
Wiss. Instrumente und Medizingeschichte
Beschreibung:
Fernrohr mit Stativaufsatz. Bestehend aus drei Tuben. Bezeichnet: "Utzschneider Reichenbach und / Fraunhofer in Benedictbeurn". Am Rohr merkliche Gebrauchsspuren. Am Stativkonus eingeschlagene Marke: "81". Joseph Fraunhofer (geb. 06.03.1787, gest. 07.06.1826) trat am 19.05.1806 in die optische Abteilung des mathematisch-mechanischen Instituts von Joseph von Utzschneider, Georg Friedrich von Reichenbach und Joseph Liebherr ein. 1807 wurde die optische Werktstätte von München nach Benediktbeuern zur bestehenden Glashütte verlegt. Am 07.02.1809 trat Fraunhofer schließlich in die Leitung des Unternehmens ein, das fortan den Namen "Optisches Institut" von Utzschneider, Reichenbach und Fraunhofer trug. 1814 erfogte der Austritt Reichenbachs. Am 20.02.1814 wurde Fraunhofer Teilhaber des Instituts und wissenschaftlich-technischer Leiter des Unternehmens in Benediktbeuern. Gegen den Widerstand einiger Gelehrte wurde Fraunhofer am 03.05.1817 zum korresondierenden Mitglied der Akademie ernannt. 1819 wurde das Kloster Benediktbeuern aus finanziellen Gründen verkauft und die optische Werkstätte nach München verlegt. Lediglich die Glashütte verblieb in Benediktbeuern.
Literatur:
Deutsches Museum München (Hg.): Joseph von Fraunhofer 1787–1826, Ausstellung zum 150. Todestag, Ausstellungskatalog, Deutsches Museum München, bearb. von Alto Brachner und Max Seeberger, München 1976
 
 
3.3.130726