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Objekt / Inventarnr.: Z127

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Rollmesserklinge oder Wiegemesserklinge

Inventarnummer: Z127
Material/Technik: Eisen, geschmiedet, angestückt, geschliffen
Maße: L. Klinge 15,4 cm, B. Klinge 11,2 cm, L. Dorn 8,2 cm
Sammlung: Handwerksgeschichte
Kunsthandwerk bis 1800
Beschreibung:
Die trapezförmige Klinge weist einen rechteckigen Querschnitt auf, besitzt eine leicht gerundete sowie beidseitig geschliffene Schneide und läuft an dem der Klinge gegenüberliegenden Ende seitlich in einen konisch zulaufenden Dorn aus. In ergonomischer Hinsicht fällt der seitlich angeordnete Dorn auf. Würde dieser auf diesem ein hölzerner Griff stecken, könnte der Benutzer mit dem Werkzeug eine schneidende Rollbewegung ausführen. Die vorliege Messerklinge kann zwar keinem bekannten Messertyp konkret zugeordnet werden, doch wurden Messer mit hoher, gerundeter Klinge in erster Linie im Leder verarbeitenden Handwerk bei Material trennenden Arbeitsschritten verwendet, so etwa bei den Schuhmachern. Gegen die Deutung des Werkzeugs als Axt oder Beil spricht insbesondere der für diese Werkzeuge untypische Dorn. Spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Axt- und Beilköpfe wurden demgegenüber entweder durch ein Öhr, oder eine Tülle auf einen Schaft gesteckt (geschäftet)
Literatur:
Wunderlin 2002, S. 114-115. - Velter / Lamothe 1979, S. 413 und S. 418. - Halle 1765, S. 166. - Weigel 1698, S. 650. - Amman 1568, S. 50.
 
 
3.3.130726