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Objekt / Inventarnr.: Z2271

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Bahrtuchschild der Breslauer Drechsler

Inventarnummer: Z2271
Hersteller: Christoph Müller
Datierung: 1693
Ort: Breslau
Material/Technik: Silber, gegossen, getrieben, ziseliert, punziert, graviert, teilvergoldet; Kupfer
Maße: L. 46 cm, B. 39 cm
Marke/Inschrift: Johannishaupt für Breslau — "CM" ligiert für Christoph Müller
Sammlung: Handwerksgeschichte
Kunsthandwerk bis 1800
Beschreibung:
Das hochovale Schild zeigt auf seinem gelochten, breiten Rand plastische Fruchtbündel, oben und unten jeweils eine Kartusche sowie links und rechts Todesgenien, welche den ovalen Blattkranz halten, der das zentrale Feld bildet. In dem zentralen Feld hält die aus einer Wolke reichende Hand Gottes einen Greifzirkel, der eine Halbkugel fasst. Hinter der Kugel befinden sich zwei gekreuzte Drechseleisen. Die Jahreszahl "1693" säumt die Darstellung. Oberhalb des unteren Pols des zentralen Felds findet sich der Tremolierstrich sowie das Breslauer Beschau- und Christoph Müllers Meisterzeichen. In der oberen Kartusche findet sich die Inschrift "DIESER ZEIT AELTIS / TEN WILHELM FVNCK / ANDREAS WALTER".
Literatur:
Thomas Schindler: Zwei Bahrtuchschilder der Breslauer Drechsler. In: Zünftig! Geheimnisvolles Handwerk 1500-1800. Hrsg. von Thomas Schindler, Anke Keller, Ralf Schürer. Ausst.Kat. Germanisches Nationalmuseum. Nürnberg 2013, S. 196f., Kat.Nr. 3.41. — Klaus Pechstein u. a.: Schätze deutscher Goldschmiedekunst von 1500 bis 1920. Berlin 1992, S. 285, Kat.nr. 187.- Dagmar Thormann: Zunftzinn und Zunftsilber im Germanischen Nationalmuseum, Ausst.Kat. Germanisches Nationalmuseum. Nürnberg 1991, S. 154-155. - Klaus Pechstein / Viola Effmert: Schlesische Goldschmiedearbeiten im Germanischen Nationalmuseum (= Kataloge des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg). Nürnberg 1990, Kat.Nr. 7.
 
 
3.3.130726