Titel
Brettstein mit mit Löwe oder Fabeltier
Allgemeine Bezeichnung
Spielstein aus Bein
Inventarnummer
Pl.O.2415
Sammlung
Skulptur bis 1800
Herstellungsdatum
11. Jh.
Maße
D. 4,6 cm; H. 7 mm
Material und Technik
Bein - geschnitzt
Vitrinentext
Sammelkommentar: Runde Spielsteine wurden im Mittelalter für Mühle, Dame oder Trictrac, eine Variante des Backgammon, benutzt. Wie das Schachspiel stammt auch Trictrac wahrscheinlich aus dem Orient. Die geschnitzten Spielsteine waren häufig figürlich verziert. Dargestellt wurden biblische und mythologische Szenen, vor allem jedoch Tiere und Fabelwesen.

Beschreibung
Stark stilisiert. Umriss des Leibes durch parallele Ritzung wiederholt; innerhalb der Fläche punktiert. Der frontal gerichtete Kopf mit großen Kreisaugen und überlangen, den Rand begleitenden Ohren (?). In Steinmitte Durchbohrung.
Literatur
Die Salier. Macht im Wandel. Ausst.Kat. Historisches Museum der Pfalz Speyer. München 2011, S. 333.
Stafski, Heinz: Die Bildwerke in Stein, Holz, Ton und Elfenbein bis um 1450 (Die mittelalterlichen Bildwerke Bd. 1). Nürnberg 1965, S. 234, Abb. S. 236 Nr. 208.
Mann, Vivian Beth: Romanesque Ivory Tablemen. Ann Arbor/Michigan 1977, Nr. 1.
Das Reich der Salier. 1024--1125. Ausst.kat. Speyer. Sigmaringen 1992, S. 64, Nr. 12.
Latha, Sabine: Kunstwerk aus der Zeit der Ottonen, Salier und Staufer. In: Mittelalter. Kunst und Kultur von der Spätantike bis zum 15. Jahrhundert, Nürnberg 2007, S. 79-87, S. 81, Abb. 55.
Mittelalter. Kunst und Kultur von der Spätantike bis zum 15. Jahrhundert (Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums, Bd. 2). Nürnberg 2007, S. 80, 81, 395, Kat. 85, Abb. 55.
Für Königtum und Himmelreich. 1000 Jahre Bischof Meinwerk von Paderborn. Ausst.Kat. Erzbischöfliches Diözesanmuseum Paderborn. Hrsg. von Christoph Stiegemann und Martin Kroker. Regensburg 2009, S. 332--333.