Titel
Brettspielstein mit Kamel unter Palme
Allgemeine Bezeichnung
Spielstein aus Bein
Inventarnummer
Pl.O.2792
Sammlung
Skulptur bis 1800
Herstellungsort
Deutschland; Fundort unbekannt;
Herstellungsdatum
11. Jh.
Maße
D. 4,2 cm; H. 0,6 cm
Material und Technik
Bein - geschnitzt
Vitrinentext
Sammelkommentar: Runde Spielsteine wurden im Mittelalter für Mühle, Dame oder Trictrac, eine Variante des Backgammon, benutzt. Wie das Schachspiel stammt auch Trictrac wahrscheinlich aus dem Orient. Die geschnitzten Spielsteine waren häufig figürlich verziert. Dargestellt wurden biblische und mythologische Szenen, vor allem jedoch Tiere und Fabelwesen.

Beschreibung
Mit flachreliefierten Darstellung, eines vierfüßigen Höckertieres (Kamel ?) nach rechts unterhalb eines seitlich ins obere Bildfeld wachsenden Baumes oder Zweiges. Der Grund ist ausgehoben. Der Rand des Tieres leicht gerundet. Auch einige Zeichnungen durch Ritzlinien an Kopf und Bauch. Der stehengebliebene Rand mit Bohrlöchern.
Literatur
Die Salier. Macht im Wandel. Ausst.Kat. Historisches Museum der Pfalz Speyer. München 2011, S. 334.
Stafski, Heinz: Die mittelalterlichen Bildwerke. Bd. 1: Die Bildwerke in Stein, Holz, Ton und Elfenbein bis um 1450 (Kataloge des Germanischen Nationalmuseums). Nürnberg 1965, Nr. 211.
Mann, Vivian Beth: Romanesque Ivory Tablemen. Ann Arbor/Michigan 1977, Nr. 1.
Das Reich der Salier, 1024--1125, Ausst.kat. Speyer, Sigmaringen 1992, S. 64, Nr. 17.
Lata, Sabine: Kunstwerke aus der Zeit der Ottonen, Salier und Staufer. In: Mittelalter. Kunst und Kultur von der Spätantike bis zum 15. Jahrhundert, Nürnberg 2007, S . 79--87, S. 80--81, Abb. 55.
Mittelalter. Kunst und Kultur von der Spätantike bis zum 15. Jahrhundert (Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums, Bd. 2). Nürnberg 2007, S. 80, 81, 395, Kat. 82, Abb. 55.
Für Königtum und Himmelreich. 1000 Jahre Bischof Meinwerk von Paderborn. Ausst.Kat. Erzbischöfliches Diözesanmuseum Paderborn. Hrsg. von Christoph Stiegemann und Martin Kroker. Regensburg 2009, S. 332--333.