Titel
Moses
Allgemeine Bezeichnung
Figur aus Lindenholz
Inventarnummer
Pl.O.505
Sammlung
Skulptur bis 1800
Herstellungsort
Mittel-Franken; Mittelfranken ID: 7004396;
Herstellungsdatum
Mitte 17. Jh.
Hersteller
mittelfränkischer Bildhauer
Maße
H. 222 cm
Material und Technik
Lindenholz - ehemals Fassung; Kopf ausgehöhlt, Körperrückseite nur flach ausgehöhlt; rechter Oberarm, Unterarm, linker Arm und die Hand gesondert gearbeitet, mit Holzdübeln angesetzt, ebenso rechte Fußspitze; Oberfläche fein bearbeitet (z.B. im Bartbereich noch sichtbar)
Beschreibung
Vollrunde Gewandfigur mit leicht abgeflachter Rückseite. Moses ist als bärtiger Greis mit langen, über der Stirn hornartig emporstrebenden Locken wiedergegeben. Die linke Hand ist gesenkt und vorgestreckt, die rechte Hand war in Schulterhöhe erhoben. Die leicht ausschwingende linke Hüfte bildet ein Gegengewicht zum erhobenen rechten Arm. Der linke Fuß stand auf einem flachen Erdhügel, der entlastete rechte Fuß ist etwas zurückgestellt. Moses trägt ein Untergewand mit engen langen Ärmeln, darüber ein weites Obergewand mit kurzen, glockig über die Oberarme fallenden Ärmeln, das in der Taille mit einem zur Schleife geschlungenen Band zusammengehalten wird, vorn offen ist und in der Mitte so umschlägt, daß das Pelzfutter sichtbar wird. Um Brust und Schultern liegt ein faltiges Tuch, das über der linken Schulter geknotet ist. Moses trägt enge, wadenhohe Stiefel mit weichfallenden, vorn durch einen Knopf hochgerafften, maskenverzierten Umschlägen.
Literatur
Karteikarte: Fränkische Monatshefte VIII. 1929, S. 319 (Dr. Funk): Moseskanzeln aus der Werkstatt des Georg Brenk- Windsheim (Kanzel in Windsheim: 1621!) - Anti-Aging für die Kunst. Nürnberg 2004, Kat. Nr. 14, S. 127- 129
Claudia Maué: Die Bildwerke des 17. und 18. Jahrhunderts im Germanischen Nationalmuseum, Tl.1, Franken. Nürnberg 1997, S. 125 ff. m. Abbn.
AUS MAUÉ (1997): Katalog (1890) S. 80, Nr. 1175; Chr. Strohm: Beiträge zur Ortsgeschichte des Marktes Brück. Manuskript von 1906/1907. Stadtarchiv Erlangen, Signatur 24. B. 7, S. 36 verso; Josephi (1910) S. 316, Nr. 527; Annemarie Henle: Die Typenentwicklung der süddeutschen Kanzel des 18. Jahrhunderts. Phil. Diss. Heidelberg 1933, S. 85, Anm. 28; Annemarie Henle: Die Entwicklung der süddeutschen Kanzeltypen des 17. Jahrhunderts. In: Die christliche Kunst Bd. 30 (1933/1934) S. 309-330, S. 314, Anm. 7; Wilhelm Funk: Zwei Fürther Bildhauer des Frühbarock. In: Fürther Heimatblätter N.F. 2 (1952) H. 3, S. 4-7, hier S. 7; Hermann Probst: Verlorene Kunstwerke der Fürther St. Michaelskirche. In: Fürther Heimatblätter N.F. 9 (1959) Nr. 7, S. 117-123, hier S. 120; August Gebessler: Stadt und Landkreis Fürth (= Bayerische Kunstdenkmale Bd. 18, Kurzinventar). München 1963, S. 20; Adolf Schwammberger: Fürth von A bis Z. Ein Geschichtslexikon. Fürth 1967, S. 210