Allgemeine Bezeichnung
Braune Bowle mit Deckel; Motiv Weinlese
Inventarnummer
VK876_1-2
Sammlung
Volkskunde-Spielzeug-Judaica
Herstellungsort
Westerwald; Höhr-Grenzhausen
Herstellungsdatum
1950er Jahre
Hersteller
Steinzeugfabrik Eckhard & Engler, Höhr
Maße
Topf: Höhe: 28,5 BDm: 15,5 Höhe o.Deckel: 18,2 Dmax: 24,0 MDm: 19,5 cm. Deckel: H 11,7; Dmax 20,5; BDm 17,0 cm.
Klassifikation
Bowle
Bowletopf, Terrine
Material und Technik
Steinzeug; eingedreht, bemalt, glasiert
Vermerk am Objekt
Beschriftung: "1681"/"5 L."/"O"/"EEH" in Oval (In Boden, Formnummer / Volumen / (?) / Firmenzeichen bzw. Marke)

Beschreibung
Zylindrischer Deckeltopf - Boden plan mit Standring; eingezogener, mit Profilleiste abgesetzter Stand; über Kehle gebaucht herausschwingender, walzenförmiger, reliefierter Gefäßkörper, zur gekehlten Schulter umknickend; mit Profilleiste abgesetzter flacher Rand. Erhabene Reliefdarstellung mit Binnenstrukturen, teils grafisch stilisiert, mit dem Thema Weinlese: im Wechsel Weinstöcke und Männer bzw. Frauen bei der Weinlese; mittig wellenförmig umlaufende Weinranke. Gefäß außen matt braun glasiert, Weintrauben dunkelbraun gefaßt; Gefäß innen halbopak, leicht milchig-bläulich glasiert (Feldspatglasur?). Glockenförmiger, gefalzter, Deckel mit Ring als Handhabe und halbrundem Ausschnitt. Reliefiertes Bandornament: Wellenornament aus Weinranke, alternierend Weintrauben und das Thema Wein behandelnde Symbole (Weinkelch, Westerwälder Enghalskrug, Geige (?), Tyrsosstab(?)). Oberfläche außen Weintrauben dunkelbraun gefaßt, Deckel außen matt braun glasiert; Deckel innen halbopak, leicht milchig-bläulich glasiert. Standringe unglasiert. Scherben hellgrau. Glasur leicht haarrissig.
Literatur
Als Gefäßform, Handelsartikel und Gebrauchsgerät wissenschaftlich erschlossen in Manuskript des DFG-Projekts "Westerwälder Gebrauchsgeschirr" der Abt. Volkskunde, GNM. Projektabschluss 2005. Unter der Projekt-Nr. N1-0246 wissenschaftlich dokumentiert in der Projektdatenbank (Arbeitsdatenbank auf Access-Basis) des DFG-Projekts "Westerwälder Gebrauchsgeschirr". Unter derselben Projektnummer fotografisch dokumentiert auf Datenblatt des Objektkatalogs. Die dazugehörigen Negative sind in Ordnern des Projektarchivs abgeheftet.