Titel
Astrolabium des al-Sahl al-Nisaburi
Allgemeine Bezeichnung
Astrolabium
Inventarnummer
WI20
Sammlung
Wissenschftl. Instr.-Waffen-Pharmazie
Herstellungsort
Hama (Syrien)
Herstellungsdatum
1178 / 1191 oder 1284 / 1299
Hersteller
Al-Sahl al-Nisaburi (auch: Al-Sahl al-Asturlabi al-Nisaburi )
Maße
H. 25,3; Dm. 16,6; Stärke: 2,8 cm
Material und Technik
Messing, Silbereinlagen, Silberauflagen
Beschreibung
Am Thron und rückseitig mit Widmungsinschrift (Herrschername) und Herstellersignatur bezeichnet. Die um hundert Jahre schwankende Datierung ist der mehrfachen Amtszeit dreier gleichnamiger, in der Inschrift genannter Ayyubidenfürsten in Hama geschuldet. Die durchbrochene Silberarbeit der Rete stellt als "Sternenzeiger" figurengestaltig zwölf arabisch beschriftete Tänzer und Fabelwesen dar. Als Astrolabientyp der figürlichen Gestaltung der Rete wegen sehr ungewöhnlich. Die praktische Funktion des Astrolabs ist allerdigs stark in Zweifel zu ziehen, da die zugrunde liegenden Fixtsternpositionen zum Anfertigungszeitpunkt bereits stark veraltet waren. Im 15. Jahrhundert wohl im Besitz des Astronomen Johannes Regiomontanus. 1877 aus dem Besitz der Stadtbibliothek Nürnberg als Dauerleihgabe an das Germanische Nationalmuseum gelangt.
Literatur
Ausst. Kat. Focus Behaim Globus. Ausstellungskatalog Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg, 2. Dezember 1992 bis 28. Februar 1993. Konzeption Johannes Karl Wilhelm Willers. u.a. Nürnberg 1992; Bd. 2, Kat. 1.71, S. 570-574 (David A. King; mit älterer Literatur)