Titel
Hammer
Allgemeine Bezeichnung
Fußhammer / Werkzeug
Inventarnummer
Z3304
Sammlung
Kunsthandwerk II (1500-1800)
Herstellungsdatum
17. / 18. Jh. (?)
Maße
L. Stiel 17,6 cm, L. Kopf 4,2 cm, B. Kopf 2 cm, H. Kopf 1,8 cm, L. Bahn (1) 1,7 cm, B. Bahn (1) 1,7 cm, L. Bahn (2) 1,8 cm, B. Bahn (2) 1,8 cm
Gewicht 95,6 g
Klassifikation
Werkzeug
Werkzeug
Material und Technik
Eisen, geschmiedet, gekerbt, punziert; Stahl, angestückt; Laubholz, gedrechselt, gebohrt.
Beschreibung
Die hintere Hälfte des zylindrischen Stiels mit rundem Querschnitt weist einen leicht vergrößerten Durchmesser auf und drei Profilgrate als Abrutschhemmnis für die Führhand auf. Desweiteren ist der Stiel an dieser Stelle zwecks Aufhängung des Hammers durchbohrt Das vordere Ende des Stiels steckt im quadratischen Auge des kompakt rechteckigen Kopfs. Dessen Unterseite ist zu beiden Seiten des Mittelteils halbbogenförmig eingeschnitten. Die beiden Bahnen sind von annähernd quadratischer Form und nur leicht konvex. Beide Wangen des Kopfs sind im Bereich des Mittelteils mit jeweils drei keilförmigen Kerben entlang der Kontur und drei zu einem Dreieck angeordneten halbkugeligen Vertiefungen versehen.Fußhämmer mit leicht gewölbten und rechteckigen bis quadratischen Bahnen sind bei Blechschmieden, Feinschmieden, Gold- und Silberschmieden als Treibwerkzeuge zum Eintiefen von Blechen und Blechrändern verbreitet. Sie ähneln entfernt den Spannhämmern, deren Bahnen in der Regel allerdings schmaler und konvexer ausgebildet sind. Benutzungsspuren
Literatur
Fachbuch Edelmetallgewerbe 1992, S. 163. - Braun-Feldweg 1988, S. 142. - Lueger 1904 (III), S. 765.
Schindler, Thomas: Werkzeuge der Frühneuzeit im Germanischen Nationalmuseum. Bestandskatalog. Nürnberg 2013, S. 130, Kat. 196 (Abb.).