Titel
Bodenfliese aus dem Ulmer Franziskanerkloster
Allgemeine Bezeichnung
Bodenfliese aus Ton (von zwei; A10, A11)
Inventarnummer
A11
Sammlung
Bauteile
Herstellungsort
Oberschwaben; Ulm
Herstellungsdatum
um 1300
Maße
L. 13 cm; B. 14 cm
Material und Technik
Ton, modelgepresst und gebrannt
Beschreibung
Fußplatte mit der Figur eines gewaffneten Menschen mit Fischschwanz statt der Beine. Gegenstück zu A 10.
Vitrinentext
Nördlich der Alpen sind Bodenfliesen seit dem 9. Jh. bekannt. Sie wurden zunächst fast ausschließlich in Klöstern, im Spätmittelalter dann auch von städtischen Handwerkern hergestellt. Schmuckfußböden zierten Kirchen sowie repräsentative Räume in Klöstern, Burgen und Häusern des Patriziats und des hohen Klerus. Die Dekoration entstand mittels Formen, Modeln oder Stempeln.

Literatur
Haßler, Konrad Dieterich: Schwäbische Fliese. In: Verhandlungen des Vereins für Kunst und Altertum in Ulm und Oberschwaben, Bd. 14, 1862, (S. 1--8), S. 4, 7, Taf. III, Nr. 3--4.
Essenwein, August: Katalog der im germanischen Museum befindlichen Bautheile und Baumaterialien aus älterer Zeit. Nürnberg 1868, S. 6.
Stadtluft, Hirsebrei und Bettelmönch. Die Stadt um 1300. Ausst.Kat. Zürich 1992, S. 179.
Landgraf, Eleonore: Ornamentierte Bodenfliesen des Mittelalters in Süd- und Westdeutschland 1150-1550. Stuttgart 1993, Bd. 1, S. 16. Link zur Bibliothek
Kammel, Frank Matthias: Zwei Fußbodenplatten. In: Schauplatz Mittelalter Friesach. Ausst.Kat. Kärntner Landesausstellung, Klagenfurt 2001, Bd. 2, S. 236.
Mittelalter. Kunst und Kultur von der Spätantike bis zum 15. Jahrhundert (Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums, Bd. 2). Nürnberg 2007, S. 216, 417, Kat. 328, Abb. 195.
Mythos Burg. Ausst.Kat. GNM, Dresden 2010, Nr. 3.46, S. 117.