Allgemeine Bezeichnung
Schmuckplatte
Inventarnummer
KG276
Sammlung
Kunsthandwerk I (bis 1500)
Herstellungsort
Oberrhein
Herstellungsdatum
Ende 15. Jahrhundert
Maße
Dm. 5,5 cm
Material und Technik
vergoldetes Kupfer, graviert
Beschreibung
Auf der leicht konvex gebogenen Rundplatte ist die Heimsuchungsszene dargestellt, die von einem Kreis eingefasst wird. Maria auf der linken Seite stehend trägt ein bodenlanges, faltenreiches Kleid, ihr offenes Haar ist von einem Nimbus hinterfangen, der Mantel liegt auf ihren Schultern auf. Sie greift mit ihrer rechten Hand nach der linken Hand Elisabeths, die ein gegürtetes langes Gewand und einen Turban trägt. Im Hintergrund werden neben Maria ein Felsen und rechts hinter Elisabeth ein Baum angedeutet. Die runde Schmuckplatte könnte als Dosendeckel fungiert haben. Ein grafischer Abzug späterer Zeit hat sich in der Grafischen Sammlung im Germanischen Nationalmuseum, Inv. Nr. K 207, Kapsel 88 a, erhalten.
Literatur
Katalog im germanischen Museum befindlichen Kirchlichen Einrichtungsgegenstände und Geräthschaften. Nürnberg 1871, S. 18, Kat. 276
Spiegel der Seligkeit. Privates Bild und Frömmigkeit im Spätmittelalter. Ausstellungskatalog, Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg 31. Mai bis 8. Oktober 2000, Nürnberg 2000, S. 293, Kat. 116 mit Abb. (Dagmar Rödiger-Lekebusch)