Allgemeine Bezeichnung
Doppelhenkeltopf
Inventarnummer
BA2051
Sammlung
Volkskunde-Spielzeug-Judaica
Herstellungsort
Dattenheim bei Treuchtlingen, Kreis Weißenburg-Gunzenhausen, Mittelfranken
Herstellungsdatum
1798
Maße
H. 46 cm; Dm. 36,5 cm
Material und Technik
Hafnerkeramik
Vermerk am Objekt
Inschrift: Ich bin Haffen von nattur wer mich zu brichd ist eine hur gemacht In Tettenheim Anno 1798

Beschreibung
Wie gängiges Gebrauchsgeschirr ist der Topf, der vielleicht als Hafen für die Hochzeitssuppe bestimmt war, nur im Innern mit einer Glasur versehen. Diese ist innen gelblich-braun, am Rande innen dunkelgrün und erfüllt, wie bei der ersten Anwendung des Überzugs bei den Hohlgefäßen des späten Mittelalters, den Zweck, den leicht wasserdurchlässigen Scherben abzudichten. Parallelen aus Mittelfranken lassen vermuten, dass das Gerät nicht mehr der alltäglichen Produktion zugehört, sondern als ein den Ansprüchen der Zunft genügendes, altertümliches Meisterstück gearbeitet worden ist. Mit der Inschrift auf der Schulter, die auch den Enstehungsort nennt, wendet sich der Topf direkt an den Benutzer >>Ich bin Haffen von nattur wer mich zu brichd ist eine hur gemacht In Tettenheim Anno 1798<<" (Text, Deneke 1979)
Literatur
Ingolf Bauer: Treuchtlinger Geschirr. München 1971.
Bernward Deneke: Volkskunst. Führer durch die volkskundlichen Sammlungen. Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg. München 1979, S. 111, Nr. 156.