Titel
Hl. Lukas malt die Madonna, Marter des hl. Sebastian; Hll. Katharina und Barbara (Außenseite)
Allgemeine Bezeichnung
Gemälde, Altarbild
Inventarnummer
Gm144
Proviso
Leihgabe der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München
Sammlung
Gemälde bis 1800
Herstellungsort
Nürnberg
Herstellungsdatum
1487
Hersteller
Meister des Augustiner-Altars (Hans Traut) und Werkstatt mit Rueland Frueauf d.Ä.
Hans TrautTraut, Hans AKL
Maße
271,8 x 89,5 x 1,4–1,9 cm
Klassifikation
Altarbild
altarpieces
altar-piece
Material und Technik
Malerei und Metallauflagen auf Tannenholz
Vermerk am Objekt
Inschrift: SANCTA BARBARA (Nimbus rechts)

Vitrinentext
Sog. Augustiner-Altar. An Festtagen war wohl ein Mittelschrein mit Schnitzfiguren zu sehen. Die Flügel zeigen die hll. Bernhard, Christophorus und Sebastian sowie den Evangelisten Lukas, der die Gottesmutter malt. Bei einfacher Schließung erschienen die im Spätmittelalter populären Heiligen in monumentalen Figuren. Der geschlossene Altar zeigt das Martyrium des hl. Veit, des Patrons der Kirche. Als Maler gilt der aus Speyer stammende Hans Traut. Zusammen mit seiner Werkstatt führte er 1487 den monumentalen Auftrag aus. Das Retabel zählt zu den bedeutendsten Leistungen der Nürnberger Malerei vor Albrecht Dürer.

So-called Augustiner-Altar. A central shrine with carved figures was probably visible on feast days. The wings show Saints Bernard, Christopher and Sebastian as well as Luke, the Evangelist, painting the Virgin. Folding shut one set of wings displays these saints, who enjoyed great popularity in the Late Middle Ages, in monumental size. The closed altarpiece shows the Martyrdom of St. Vitus, the patron saint of the church. The painter is thought to be Hans Traut, a native of Speyer. He executed this large-scale commission in 1487. The altarpiece is one of the significant works of Nuremberg painting prior to Albrecht Dürer.

Beschreibung
Die Tafel entstammt einem Veitsretabel aus der 1816 abgerissenen Klosterkirche der Augustinereremiten in Nürnberg. Zu dem zweifach wandelbaren Triptychon gehören: Zwei Standflügel (Gm 146/1279, Gm 147/1280), zwei wandelbare Flügelpaare des Schreins (Gm 142–145) und zwei Flügel der Predella (Gm 148/149).
Literatur
Siehe Gm 142
Daniel Hess, Dagmar Hirschfelder, Katja von Baum (Hrsg.): Die Gemälde des Spätmittelalters im Germanischen Nationalmuseum, Band I: Franken, 2 Teilbände. Regensburg 2019, Kat.-Nr. 43. Weitere Literatur.