Titel
Die Apostel Matthias, Philippus, Simon, Andreas, Bartholomäus und Petrus aus der Augustinereremitenklosterkirche St. Veit, Nürnberg
Allgemeine Bezeichnung
Gemälde, Altarbild
Inventarnummer
Gm1830
Sammlung
Gemälde bis 1800
Herstellungsort
Nürnberg
Herstellungsdatum
um 1440/1450
Hersteller
Meister des Tucher-Altars
Maße
49,0 x 81,4 x 0,8 cm
Klassifikation
Altarbild
altarpieces
altar-piece
Material und Technik
Malerei und Metallauflagen auf Fichtenholz
Vitrinentext
Die Tafeln der Predella (Sockelzone) des Tucheraltars zeigen die sechs wichtigsten weiblichen Heiligen: Agnes, Margaretha, Barbara, Katharina, Ursula und Dorothea. In der unteren Reihe sind die zwölf Apostel dargestellt. Die Figuren können an Hand ihrer unterschiedlichen Attribute identifiziert werden.

The panels of the predella (base) of the Tucher Altarpiece depict the six most important female saints: Agnes, Margaret, Barbara, Catherine, Ursula und Dorothy. The lower row shows the twelve Apostles. The figures can be identified by their various attributes.

Beschreibung
Bei den vier zusammengehörigen Fragmenten (Gm 120, Gm 121, Gm 1830, Gm 1831) handelt es sich um die gespaltenen ehemaligen Innen- und Außenseiten der Predellenflügel des sogenannten Tucher-Altars, der sich heute in der Nürnberger Frauenkirche befindet. Die mit Goldgrund gestalteten Innenseiten zeigen jeweils drei weibliche Heilige in Halbfigur: Gm 120 Agnes (Lamm), Margareta (Drachen) und Barbara (Kelch mit darüber schwebende Hostie); Gm 121 Katharina (Rad und Schwert), Ursula (Pfeile) und Dorothea Cäsarea (Korb mit Rosen und Rosenzweig). Nach der Spaltung der Tafeln in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden die Darstellungen der Innenseiten seitlich beschnitten und dabei um jeweils eine Figur reduziert. Auf den Außenseiten der Predellenflügel sind die zwölf Apostel in Halbfigur dargestellt. Der heute blaue Hintergrund war ursprünglich mit Zwischgold belegt und damit ebenfalls goldfarben. Von den vier Aposteln in der hinteren Reihe sind nur die Köpfe und Schultern zu sehen. An ihren Attributen erkennbar sind: Gm 1830 Matthäus (Beil), Philippus (T-Kreuz), Simon (Buch und Knüttel), Andreas (Andreaskreuz), Bartholomäus (Schindermesser) und Petrus (Schlüssel und Buch); Gm 1831 Johannes Ev. (Kelch, aus dem sich die Schlange windet), Jakobus der Jüngere (Walkerstange), Thomas (Lanze), Jakobus der Ältere (Pilgermuschel), Judas Thaddäus (Keule) und Paulus (Schwert).
Literatur
Siehe Gm 120
Daniel Hess, Dagmar Hirschfelder, Katja von Baum (Hrsg.): Die Gemälde des Spätmittelalters im Germanischen Nationalmuseum, Band I: Franken, 2 Teilbände. Regensburg 2019, Kat.-Nr. 15. Weitere Literatur.