Titel
Schwarze Muttergottes mit Votant der von Reiter niedergeritten wurde
Allgemeine Bezeichnung
Votivbild
Inventarnummer
Slg.RichterVB44
Sammlung
Volkskunde-Spielzeug-Judaica
Herstellungsort
Wallfahrtskapelle Maria Alber, Schwaben
Herstellungsdatum
1690
Maße
H. 24 cm, Br. 31,9 cm.
Klassifikation
Votivtafel
Votivbild
Material und Technik
Öl auf Holz.
Vermerk am Objekt
Inschrift: : „Gott vnd vnßer L:Frauen zue Lob/Vnd ehr had Jörg knoller Ein Zimermann/Von Lechhausen sich in Einer grossen/gefar Alhero Verlobd, weil Er mid einen/ Ros ist nider geriden worden Vnd Er/ onne S‘ aden daruon kumen Amen 1690“. (Unteres Bilddrittel, rechte Seite)

Beschreibung
In einem Schrein, im Innern einer Kapelle, steht rechts die schwarze Muttergottes von Altötting, in weißem Mantel und Schleier über rotem Kleid, mit dem Kind auf dem rechten Arm und einem Zepter in der Linken. Auf ihrem Haupt eine Krone; das Kind hält einen nicht erkennbaren Gegenstand in der Rechten (Kugel?), hat den linken Arm um den Hals der Mutter gelegt und trägt ein weißes Kleid. Links neben dem Schrein ein Wandbord, auf dem vier kleine Figuren (?) stehen und von dem herab parallel in der Länge unterschiedliche Gegenstände hängen (Weihekerzen?). Links, anschließend an die Kapellenwand, Blick ins Freie, wo unter einem Reiter auf weißem Pferd ein Mann am Boden liegt. Seine Kleidung besteht aus braunem Rock mit aufgekrempelten Ärmeln und gelben Kniehosen. Der in betont nachlässiger Haltung auf dem Pferd sitzende Mann (ein Räuber?) trägt gelbe Hosen, einen langen roten Rock und hellen Hut. Auf weißem Feld rechts die Votivinschrift: „Gott vnd vnßer L:Frauen zue Lob/Vnd ehr had Jörg knoller Ein Zimermann/Von Lechhausen sich in Einer grossen/gefar Alhero Verlobd, weil Er mid einen/ Ros ist nider geriden worden Vnd Er/ onne S‘ aden daruon kumen Amen 1690“. Rundherum schmaler, ehem. goldener (?) Randstreifen. Danktafel, die der aus Lechhausen bei Augsburg stammende Votant in die nahegelegene Wallfahrtskapelle Maria Alber (zwischen Friedberg und Augsburg) stiftete, in der als Gnadenbild eine Kopie der schwarzen Muttergottes von Altötting verehrt wurde. Die Tafel dürfte eine der ältesten erhaltenen dieser seit 1686 bestehenden Wallfahrt sein. ; R. Kriß: (Die Volkskunde der Altbayerischen Gnadenstätten Bd 1, 1953 S. 152-53 bzw. 1930 S. 91) fand am Ort Exemplare seit 1698, jetzt befinden sich dort keine mehr.
Literatur
Vgl. L. Dorn: Die Marienwallfahrten des Bistums Augsburg, 1957 S. 9-10.