Titel
Sel. Englmar , Christus am Kreuz und Viehverlöbnis
Allgemeine Bezeichnung
Votivbild
Inventarnummer
Slg.RichterVB159
Sammlung
Volkskunde-Spielzeug-Judaica
Herstellungsort
Kapelle zur weißen Marter, St. Englmar, Kr. Bogen, Bayer. Wald, Niederbayern
Herstellungsdatum
um 1830
Maße
H. 30 cm, Br. 24,4 cm.
Klassifikation
Votivtafel
Votivbild
Material und Technik
Öl auf Holz. Aufgeleimte und mit Holzstiften befestigte profilierte Rahmenleiste, schwarz gestrichen.
Vermerk am Objekt
Inschrift: „Unser Her Gott auf dem Kreuz / und der Hl. Englmar und / 28 Rindfich blas und (braun?)“. (Bestellerinschrift, Rückseite)

Beschreibung
Viehverlöbnis. Auf grüner Weise steht rechts ein Kreuz mit dem Corpus Christi, dessen oberer Teil in eine durch gelbliche Wolken gerahmte Lichtzone hineinragt. In dieser erscheint links neben dem Gekreuzigten, diesem zugewandt, der selige Englmar als Halbfigur, in brauner Kutte, mit gefalteten Händen und einer Axt im Schädel. Von den Wunden Christi tropft Blut; am oberen Kreuzbalken ein weißes Blatt mit dem Titulus. Unten auf der Wiese drängt sich um das Kreuz eine zahlreiche Rinderherde (28 Stück Vieh), von denen die vor deren rechts liegen. Auf der Rückseite Bestellernotiz mit Bleistift: „Unser Her Gott auf dem Kreuz / und der Hl. Englmar und / 28 Rindfich blas und (braun?)“. Dem Votivpatron nach wohl aus St. Englmar, wo um 1100 ein Einsiedler gleichen Namens gelebt haben soll, der mit einer Axt erschlagen wurde.
Literatur
L. Kriß-Rettenbeck: Das Votivbild, 1961 S. 167.
Bernward Deneke: Zeugnisse religiösen Volksglaubens. Bilderhefte des GNM 2, Nürnberg 1965 Kat. Nr. 25, Abb. 29.
Bernward Deneke: Ex-Voto Allemands. Exposition du Centre Culturel Allemand. Goethe-Institut. Paris 1967 Abb. 11.
. Erwin Richter: Von Votivtafeln und vom Viehschutzverlöbnis. In: Du und das Tier. 3. 1951 S. 138 m. Abb.
Erwin Richter: Die alten Votivtafeln als gemalte Gebete. In: Schweizer Volkskunde. 54. 1964 (2/3). Abb. 12.