Allgemeine Bezeichnung
Dose in Herzform
Inventarnummer
Kl11373
Sammlung
Volkskunde-Spielzeug-Judaica
Herstellungsort
Schlesien
Herstellungsdatum
2. Hälfte 19. Jahrhundert
Maße
H. 9,2 cm, L. 10,6 cm, B. 12,2 cm
Material und Technik
Irdenware; Lehmglasur, Auflegearbeit, teilw. bleiglasiert
Beschreibung
Hartgebrannte Irdenware mit brauner Lehmglasur und oxydierten, gebrannten, elfenbeinfarbenen Reliefauflagen. Die Dose mit ihrem grau-gelben Scherben hat eine Herzform mit einem verstärkten Rand. Auf der Wandung der Dose sind sternförmige Blüten aus elfenbeinfarbenem, vermutlich nur bleiglasiertem Ton aufgelegt. Außerdem ein aus zwei Tonschnüren gedrehter, tauförmiger Henkel. Der Deckel ist auf der Unterseite unglasiert. Die Oberseite ist ebenfalls mit sternförmigen Blüten belegt. In der Mitte des Deckels sitzt ein zur Seite blickender Putto mit dunkelbraunem Haar. Auf seinen Knien hält er mit den Händen eine Schüssel mit Früchten. Vor ihm sitzt ein Hund und einen Katze. Seit dem 17. Jahrhundert stellt man in Schlesien hartgebrannte Irdenware her. Diese besondere Gerschirrart, welche zwischen dem Steinzeug und der Irdenware einzuordenen ist, wird bei 1200 - 1300 Grad klingend hart gebrannt. Die braune Lehmglasur enthält dadurch einen glasigen Überzug. Sie kann bedenkenlos starken Temepraturwechsel ausgesetzt werden. Im 18. Jahrhundert belegt man die Gefäße mit elfenbeinfarbenen, unglasierten, gekerbten Reliefauflagen.
Literatur
Josef Horschik: Steinzeug. 15. - 19. Jahrhundert. Von Bürgel bis Muskau. Dresden 1978.