Titel
St. Kümmernis am Kreuz mit Votantin
Allgemeine Bezeichnung
Votivbild
Inventarnummer
Slg.RichterVB210
Sammlung
Volkskunde-Spielzeug-Judaica
Herstellungsort
Wallfahrtskirche Eichhornseck bei Tann, Gem. Randling, Kr. Pfarrkirchern, Niederbayern
Herstellungsdatum
um 1870
Maße
H. 23 cm, Br. 16,3 cm.
Klassifikation
Votivtafel
Votivbild
Material und Technik
Öl auf Holz. Aufgeleimte und mit Metallstiften befestigte profilierte Rahmenleiste, grün gestrichen.
Vermerk am Objekt
Inschrift: „Heilige Kümerniß hat geholfen“ (Widmung, Bildunterschrift)

Beschreibung
Auf kahler Wiese steht rechts das mit 2 Holzstücken im Boden verkeilte Kreuz mit St. Kümmernis, die bärtig dargestellt ist und über langem roten Gewand ein kürzeres tunikaähnliches grünes mit Goldborten an Halsausschnitt und Saum trägt, dazu einen goldenen Gürtel und eine Krone. Die Ärmel sind etwa in Ellenbogenhöhe mit rotem Band umwunden. Hinter ihrem Haupt ein kleiner strahlenförmiger Heiligenschein. Aus den Nagelwunden an Händen und Füßen tropft Blut. Der von ihrem rechten Fuß herabgefallene goldgelbe Schuh schwebt links vom Kreuz in der Luft. Dem Kreuz zugewandt kniet links unten von der Seite gesehen, die Votantin mit einem Rosenkranz in den betend erhobenen Händen. Sie ist in bäuerlicher Tracht dargestellt, mit blaugrünem Rock, roter Schürze, einer braunen Jacke, hellblauem geknoteten Halstuch und schwarzem Kopftuch. Unter ihr, in ganzer Breite der Tafel die Inschrift: „Heilige Kümerniß hat geholfen“. Am Horizont eine Bergkette angedeutet, der Himmel darüber erst gelblich, dann hellblau und nach oben zu blaugrau werdend. Die Darstellung der Kümmernis entspricht in ihrer Gewandung weitgehend dem Gnadenbild der Meierkapelle bei Tann, einer im 18. Jh. gemalten Tafel.
Literatur
vgl. L. Kriß-Rettenbeck: Das Votivbild, 1961 S. 166 Nr. 187.
Vgl. R. Kriß: Die Volkskunde der Altbayerischen Gnadenstätten Bd. 2, 1955 S. 9; Bd. 3, 1956 Abb. 114.