Titel
Hl. Odilia mit Augenschüssel und Muttergottes von Stadeleck
Allgemeine Bezeichnung
Votivbild
Inventarnummer
Slg.RichterVB214
Sammlung
Volkskunde-Spielzeug-Judaica
Herstellungsort
Wallfahrtskirche St. Anna bei Ering, Kr. Pfarrkirchen, Niederbayern
Herstellungsdatum
1841
Maße
H. 27,5 cm, Br. 19,8 cm.
Klassifikation
Votivtafel
Votivbild
Material und Technik
Öl und Tempera auf Holz. Aufgeleimte und mit Holzstiften befestigte profilierte Rahmenleisten, rot und gelb gestrichen
Vermerk am Objekt
„Ex / voto / ao / 1841“ (Widmung, Kartusche links)

Beschreibung
Über einem Innenraum erscheinen rechts die sitzende Muttergottes, links die hl. Odilia, jede auf grauer Wolkengirlande. Maria in blauem Kleid und bräunlich-rosa Mantel ist bekrönt; auf ihrem Schoß, links sitzt das Kind in weißem Kleid mit einem Zepter in der Linken; auch Maria hält rechts ein Zepter. Hinter der Figur, von der Strahlen ausgehen, lassen die Wolken ein „Lichtloch“ frei. Die hl. Odilia ist als Halbfigur in schwarzer Nonnentracht, mit einer Krone und betend zusammengelegten Händen dargestellt; ein Heiligenschein mit Strahlen hinter ihrem Haupt. Vor ihr steht eine flache graue Schüssel mit einem Augenpaar. In dem durch rotbraunen Fußboden und graue Rückwand angegebenen Innenraum kniet an einem Betpult rechts unten die Votantin mit einem Rosenkranz in den betend zusammengelegten Händen. Sie ist modisch gekleidet mit dunkelblauem Kleid mit „Schinkenärmeln“ und breitem weißen Kragen, mit mehrreihigem Perlenhalsband und goldener Passauer Haube. Vor ihr, in der Ecke links unten eine ovale goldgerahmte Tafel mit der Inschrift „Ex / voto / ao / 1841“. Augen oder Kopfwehvotiv.
Literatur
Erwin Richter: Kopfwehvotive. In: Österr. Zs. für Volkskunde. NS. 5. 1951 S. 54, Abb. 8.