Titel
Hl. Walburga mit Ölfläschchen und augenkrankem Kind mit Augenvotiv
Allgemeine Bezeichnung
Votivbild
Inventarnummer
Slg.RichterVB216
Sammlung
Volkskunde-Spielzeug-Judaica
Herstellungsort
St. Walburga, Eichstätt, Oberbayern
Herstellungsdatum
1776
Maße
H. 37,9 cm, Br. 26 cm.
Klassifikation
Votivtafel
Votivbild
Material und Technik
Öl auf Holz. Aufgeleimte und mit Holzstiften befestigte halbrund profilierte Rahmenleiste mit Resten von Vergoldung.
Vermerk am Objekt
„EX/VOTO/1725“. (Widmung, Kartusche links)

Beschreibung
Auf einer Wolke sitzt oben die hl. Walburga, in schwarzer Ordenstracht, den Stab neben sich liegend und mit einem Buch auf den Knien, auf dessen aufgeschlagenen Seiten zwei Ölfläschchen mit rotem Verschluß stehen. Von diesen laufen Gnadenstrahlen zu dem kleinen Mädchen, das unten zusammen mit seiner Mutter in einem durch Pfeiler angedeuteten Kirchenraum kniet. Mit hoch erhobener Hand wendet die hl. Walburga sich ihnen zu. Das Mädchen in rotem Rock, blauer Schoßjacke, weißen Spitzenvorstößen an den Ärmeln und gleichfarbigem Halstuch, Haube und Schürze hält mit der linken Hand einen roten Rosenkranz und weist mit der rechten auf seine Augen. Auf einem altarähnlichen Sockel neben ihm ist zudem ein Augenpaar dargestellt. Rechts neben dem Mädchen die Mutter mit einem gleichfalls roten Rosenkranz in den betend zusammengelegten Händen und gekleidet in roten Rock, blau gemusterte Schürze, schwarze Schoßjacke mit weißen Spitzenvorstößen und gelbem Halstuch sowie einer Haube mit schwarzem Spitzenrand. Beide schauen zur hl. Walburga in die Höhe. Rechts oben ein geraffter roter Vorhang mit roter Kordel und Quaste, links unten die Inschrift auf goldgerahmter Rocaillekartusche: „EX/VOTO/1776“.
Literatur
L.Kriss-Rettenbeck: Das Votivbild, 1961 S. 168, Abb. 82
F. Mader: Die Kunstdenkmäler von Mittelfranken 1, Stadt Eichstätt, 1924 S. 265 Abb. 198.