Titel
Hl. Wolflindis und Muttergottes zu den sieben Schmerzen mit Votantin
Allgemeine Bezeichnung
Votivbild
Inventarnummer
Slg.RichterVB219
Sammlung
Volkskunde-Spielzeug-Judaica
Herstellungsort
Wallfahrtskapelle Reisbach, Kr. Dingolfing, Niederbayern
Herstellungsdatum
1816
Maße
H. 23,2 cm, Br. 19,8 cm.
Klassifikation
Religiöse visuelle Werke
Material und Technik
Kasein-Tempera auf Holz. Aufgeleimte und mit Holzstiften befestigte profilierte Rahmenleiste, rot gestrichen, um die Ecken herum grau.
Vermerk am Objekt
Inschrift: „Zu ehrn der hl. wolffsindis und unser/Lieben frau hatt sich maria huber/hiehero verlobt. 1816“. (1720, Widmungsinschrift, Bildunterschrift)

Beschreibung
In der oberen Bildhälfte über einer Wolkenbank links die Muttergottes zu den sieben Schmerzen, rechts die hl. Wolfsindis, beide als Dreiviertelfiguren. Maria in rotem Kleid und blauem Mantel hat in ihrer Brust sieben Schwerter stecken; in der Linken hält sie einen Lorbeerkranz. Wolfsindis hält mit der rechten Hand ein Fläschchen in die Höhe und hat in der Linken einen Palmzweig. Sie ist bekleidet mit einem weißen Rock, goldenen Mieder und einer blauen Jacke, hat einen roten Mantel umgelegt und eine Krone auf dem Haupt. Ein ringförmiger Heiligenschein um ihr Haupt, während Maria einen Strahlennimbus hat. Unten kniet, direkt auf dem blauen Rahmenstreifen der Votivinschrift, die Votantin, die ein schwarzes Kleid mit blauer Schürze und eine schwarze Haube trägt und in den betend zusammengelegten Händen einen Rosenkranz hält. Zu ihr laufen Gnadenstrahlen von der Muttergottes. Darunter die Votivinschrift auf weißem Feld, in ganzer Breite der Tafel, blau umrandet: „Zu ehrn der hl. wolffsindis und unser/Lieben frau hatt sich maria huber/hiehero verlobt. 1816“.
Literatur
Vgl. Rudolf Kriss: Die Volkskunde der Altbayerischen Gnadenstätten Bd. 2, München 1955, S. 80-81
A. Rosenthal-Dürr: Die Hl. Wolflindis, in: Verh. d. Hist Ver. für Niederbayern, 79. 1953, S. 7-46.