Titel
Hl. Wolflindis von Reisbach mit Augenpaar und Votant
Allgemeine Bezeichnung
Votivbild
Inventarnummer
Slg.RichterVB221
Sammlung
Volkskunde-Spielzeug-Judaica
Herstellungsort
Reisbach, Kr. Dingolfing/Niederbayern
Herstellungsdatum
1819
Maße
H. 22,2 cm, Br. 19,9 cm.
Klassifikation
Votivtafel
Votivbild
Material und Technik
Tempera auf Holz. Aufgeleimte und mit Holzstiften befestigte profilierte Rahmenleiste, abwechselnd blau und um die Ecken herum gelb gestrichen. Kanten der Tafel nach hinten abgeschrägt.
Vermerk am Objekt
Inschrift: „Zu ehrn der hl. wolffsindiß hatt sich petrus/hutterer wegen augen schmerzen verlobt“. (Widmungsinschrift, Bildunterschrift)

„1819“ (Widmung, unter Augenpaar)

Beschreibung
Oben in der Mitte die Dreiviertelfigur der hl. Wolfsindis, über grau-weißem Wolkenstreifen und seitlich von vorhangartigen gelben und braunen Wolken gerahmt. Sie hält in der Rechten ein weißes Wasserfläschchen und in der Linken einen Palmzweig; ihre Kleidung besteht aus blauem Rock, gelbem Mieder, weißem Hemd und blassrosa Mantel; um ihr Haupt ein ringförmiger Nimbus. Sie ist dem links unten auf grünlich-gelbem Boden und vor hellblauem Grund knienden Votanten zugewandt, der einen Rosenkranz in den betend erhobenen Händen hält. Er trägt einen langen grünen Rock, braune Hosen, blaue Weste und Strümpfe und hat seinen schwarzen Hut unter den Arm geklemmt. Zu ihm laufen Gnadenstrahlen. Vor ihm, unterhalb der Votivpatronin, ein Augenpaar auf dem blauen Grund. Darunter die Jahreszahl „1819“. Ganz unten, in ganzer Breite der Tafel die Votivinschrift auf weißem, rot umrandeten Feld: „Zu ehrn der hl. wolffsindiß hatt sich petrus/hutterer wegen augen schmerzen verlobt“.
Literatur
L. Kriss-Rettenbeck: Das Votivbild, 1961, S. 157ff.
Vgl. auch R. Kriß: Die Volkskunde der Altbayerischen Gnadenstätten Bd. 2, München 1955, S. 80-81.
A. Rosenthal-Dürr: Die hl. Wolflindis, in: Verz. d. Hist. Ver. f. Niederbayern, 79. 1953. 7-46.