Allgemeine Bezeichnung
Doppelschüssel
Inventarnummer
Kl11300
Sammlung
Volkskunde-Spielzeug-Judaica
Herstellungsort
Schlesien
Herstellungsdatum
1. Hälfte 18. Jahrhundert
Maße
H. 5,9 cm; Dm. 337,2 cm
Material und Technik
Hafnerkeramik; engobiert, bleiglasiert, bemalt
Beschreibung
Gelblicher Scherben, außen unglasiert und innen gelb-grünlich engobiert, sowie in Grün und Ocker bemalt und bleiglasiert. Der Boden wölbt sich zur Mitte hin auf mit ungleichmäßigem Stand. Es folgt eine relativ flach ansteigende, mäßig hohe Wandung und ein breiter, wenig senkrecht nach oben gezogener und dann nach außen umgeknickter Rand. Im Spiegel ist eine kleine Doppelschüssel mit drei kleinen Öffnungen in der Wandung aufgesetzt. Die Schüssel besitzt ein flach ansteigendes und wenig konkav gebogtes Steigbord. In der Mitte der Doppelschüssel sind eine große und auf dem Steigbord insgesamt sechs große stilisierte Granatabpfelblüten mit kleinen grünen Blättern in Grün und Ocker dazwischen aufgemalt. Der Rand der kleinen Doppelschüssel ist grün getupft. Um die Ansatzstelle dieser kleinen Doppelschüssel verläuft ein ockerfarbenes Ornamentband. Die Konturen sind z. T. stark verwischt. Die bisher nur schwer lokalisierbaren Töpferwerkstätten Schlesiens zeichnen sich durch ihre vielfältige Farb- und Motivgebung aus. Im vorliegendem Fall ist die Oberseite gelb-grünlich engobiert. Die Motivwahl, hier Granatabpfelblüten, ließen möglicherweise an eine Beeinflussung durch die Zittauer Fayencen denken, die ebenfalls häufig diese Bemalung tragen. Eine genaue Bestimmung der Töpferwerkstatt lässt sich jedoch nicht treffen.
Literatur
Konrad Strauss: Schlesische Keramik. Straßburg 1928.