Allgemeine Bezeichnung
Kanne
Inventarnummer
Kl11398
Sammlung
Volkskunde-Spielzeug-Judaica
Herstellungsort
Schlesien
Herstellungsdatum
1818
Maße
H. 25,8 cm; Dm. (M) 8,1 cm; Dm. (S) ca. 14,7 cm
Material und Technik
Hafnerkeramik; bleiglasiert, Craquelé, bemalt
Vermerk am Objekt
Inschrift: 1818)

Beschreibung
Rötlicher Scherben, außen rostbraun bleiglasiert, innen orangegelb glasiert mit Craquelé. Die Bemalung ist hellgelb. Der Boden ist nicht glatt verstrichen und zur Mitte hin aufgewölbt. Ein gerundeter Übergang führt zum beutelförmigen, ca. 6 cm hohen Hals, der sich zum Rand hin wiederum konisch weitet. Unterhalb des Randes befindet sich eine Rille. Etwa 1,2 cm unterhalb des Randes ist ein sehr breiter Bandhenkel angesetzt und auf halber Gefäßhöhe in einer kleinen Spitze in der Mitte angarniert. Gegenüber dem Henkel ist über die gesamte Halshöhe ein Ausguss geformt. Auf der Schauseite ist eine Blume in hellgelben Umrissen aufgemalt, welche aus einem netzähnlichen Blumentopf herauswächst. Darunter ist die Jahreszahl geschrieben. Rechts daneben folgt eine zweite Blume, jedoch ohne Blumentopf. Links daneben ist ein ebenfalls nur im Umriss aufgemalter Hirsch, worunter ebenfalls die Jahreszahl steht. Um die Henkelangarnierung befinden sich zwei weiße Pinselstriche. Die Kanne dürfte aus Schlesien stammen. Die Hafnerkeramik tritt im Allgemeinen in seiner Bedeutung etwas hinter dem Steinzeug zurück. Neben reinem Malhorndekor wurde jedoch auch in den Scherben geritzt, vornehmlich dann, wenn unter der dunkleren eine helle Engobe zum Vorschein kam. Der beutelförmige Umriss dieses Kruges zeigt Anlehnung an die Siebenbürger Krüge.
Literatur
Konrad Strauss: Schlesische Keramik. Straßburg 1928.