Titel
Geweihleuchter
Allgemeine Bezeichnung
Leuchter aus Hirschgeweih und Lindenholz
Inventarnummer
HG67
Sammlung
Skulptur bis 1800
Herstellungsort
Oberfranken;
Herstellungsdatum
um 1500
Maße
H. ca. 80 cm; D. 97,4 cm
Material und Technik
Lindenholz, Hirschgeweih, Eisen - farbig gefasst
Vitrinentext
Der Engel gehörte einst einer Kreuzigungsszene an. Im 16. Jh. wurde er in dieses Repräsentationsobjekt für das Forchheimer Rathaus integriert. Das Kerzenwachs tropfte nun wie Rotz und Tränen des Engels auf den Stadtrat herab, was dem Humor jener Zeit entsprach.

Antler Chandelier. Limewood, polychromed, stag antlers, iron. The angel once belonged to a Crucifixion scene. In the 16th c. it was integrated into this prestigious object for the Town Hall of Forchheim. The candle wax dropped like the runny nose and tears of the angel onto the town councilors, corresponding well with the humor of the time.

Literatur
Essenwein, August von: Kunst- und kulturgeschichtliche Denkmale im Germanischen National-Museums. Eine Sammlung von Abbildungen hervorragender Werke aus sämtlichen Gebieten der Kultur. Zusammengestellt und dem Freunde der Vorzeit gewidmet von August Essenwein. Nürnberg 1877, Tafel 73. Link zur Bibliothek
Allemagne, Henry d´: Histoire du luminaire. Paris 1891, S. 199. Link zur Bibliothek
Kammel, Frank Matthias: Restauriert und aufgehängt. Der Geweihleuchter aus dem Forchheimer Rathaus. In: Monatsanzeiger. Museen und Ausstellungen in Nürnberg, Nr. 200, 1997, S. 8--9.
Faszination Meisterwerk. Dürer, Rembrandt, Riemenschneider. Ausst.Kat. Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg. Hrsg. von G. Ulrich Großmann. Nürnberg 2004, S. 216.
Renaissance. Barock. Aufklärung. Kunst und Kultur vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Hrsg. von Daniel Hess und Dagmar Hirschfelder. (Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums, Band 3) Nürnberg 2010, S. 397. Link zur Bibliothek