Titel
Patene
Allgemeine Bezeichnung
Patene aus Silber
Inventarnummer
KG517
Sammlung
Kunsthandwerk I (bis 1500)
Herstellungsort
Hildesheim
Herstellungsdatum
um 1230
Maße
D. 16,1 cm
Material und Technik
Silber, vergoldet - Filigran, Niello
Beschreibung
Runde Patene aus vergoldetem Silber, in der Mitte zunächst rund und innerhalb dieser Vertiefung weiter vierpassförmig eingetieft. In den Zwickeln des Vierpasses sind Engelfiguren eingraviert. Den Rand ziert eine umlaufende Inschrift. Die Patene gehört zu dem aus Kloster Mariensee bei Hannover stammenden Kelch KG516.
Vitrinentext
Das Hauptbild am Fuß zeigt die Kreuzigung. Drei weitere Medaillons mit Bibelszenen und Inschriften spielen auf Jesu Opfertod an. Die Schriften sind auf die Kreuzigung gerichtet, zwei Texte erscheinen daher spiegelverkehrt. Passend zum Kelch ist der Brotteller, die Patene, gearbeitet. Sie konnte wie ein Deckel aufgelegt werden.

Literatur
Mittelalter. Kunst und Kultur von der Spätantike bis zum 15. Jahrhundert (Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums, Bd. 2). Nürnberg 2007, S. 16, 302, Abb. 270, S. 303, 304, 429, Kat. 424 a,b.
Heinrich der Löwe und seine Zeit. Herrschaft und Repräsentation der Welfen 1125--1235. Ausst.Kat. Herzog Anton Ulrich-Museum, Braunschweig. München 1995, Bd. 1, Nr. G 37 m. Abb.
Skubiszewski, Piotr: Die Bildprogramme der romanischen Kelche und Patenen. In: Metallkunst von der Spätantike bis zum ausgehenden Mittelalter (Schriften der frühchristlich-byzantinischen Sammlung, I). Hrsg. von Arne Effenberger. Berlin 1982, S. 198--267, Nr. 38, Abb. 58.
Meyer, Erich: Spätromanische Abendmahlskelche in Norddeutschland. In: Jahrbuch der Preußischen Kunstsammlungen, Bd. 53, 1932, S. 163--181, hier S. 166.