Titel
Vase
Allgemeine Bezeichnung
Vase
Inventarnummer
LGA2149
Sammlung
Gewerbemuseum
Herstellungsort
China
Herstellungsdatum
vor 1873
Maße
H. 33 cm; Dm. (Fuß) 14,5 cm; Dm. (Bauch) 25,5 cm; Dm. (Mündung) 16,2 cm
Klassifikation
Accessoire & Weltausstellung
Material und Technik
Porzellan, weiß, außen polychrom dekoriert
Beschreibung
Große bauchige Vase mit kurzem Hals, an dem ein kleiner roter Wulst angebracht ist. Die zwei Henkel sind als Masken mit blauer Zeichnung geformt. Auf dem grauweißen Grund der Vase sind bunte große Blumenzweige gemalt. "Gefäßkörper und Hals sind jeweils mit einer eleganten, großzügigen Chrysanthemenranke umlaufend dekoriert, ergänzt durch Ornamentbänder von „Köpfen“ glückbringender „ruyi“-Zepter in Gelb und Rot am Hals und stilisierten rotumrandeten gelben und weißen Chrysanthemenblättern an der Leibung. Die Partie oberhalb des Standrings ist mit einem falschen Mäander dekoriert, ein Motiv, das in China „yunleiwen“, „Wolken-Donner-Linie“, genannt wird. Ein rotes Band betont den Übergang von der Wandung zum Hals als Reminiszenz an die aus Metall gefertigte Urform. An beiden Seiten sind klassische Henkelformen in Gestalt von Elefantenrüsseln angebracht. Die Chrysantheme „ju“ ist Sinnbild der Dauer, denn sie erinnert an „ju“ in der Bedeutung von „leben“, „dauern“. Als Blume des 9. Monats steht sie auch für „jiu“, „Lange Zeit“, die man sich als eine Folge von neun („jiu“) Generationen vorstellte. Seit der Yuan-Zeit (1279 – 1368) gehören Chrysanthemen zu den beliebtesten Dekoren, besonders auf kaiserlichem Porzellan und Cloisonné."(Gunhild Avitabile, Wege in die Moderne, s. Lit.)
Literatur
Wege in die Moderne. Weltausstellungen, Medien und Musik im 19. Jahrhundert. Hrsg. von Jutta Zander-Seidel, Roland Prügel. Ausst.Kat. GNM 2014. Nürnberg 2014, Kat.Nr. 215.
Ferdinand (Diederich) Lessing: Über die Symbolsprache in der chinesischen Kunst. In: Sinica X, 1935, S. 240-242. Link zur Bibliothek
Margret Medley: The Chinese Potter. A Practical History of Chinese Ceramics. New York 1976, S. 204-207.
Helmut Brinker/Roger Goepper: Kunstschätze aus China. 5000 v. Chr. bis 900 n. Chr. Neuere archäologische Funde aus der Volksrepublik China. Zürich u.a. 1981. Link zur Bibliothek