Titel
Cimon und Pero
Allgemeine Bezeichnung
Gemälde
Inventarnummer
Gm1300
Sammlung
Gemälde bis 1800
Herstellungsort
Hessen; Frankfurt am Main
Herstellungsdatum
1794
Hersteller
Zick, Januarius (1730-1797)
Maße
H. 78 cm; B. 156 cm; Rahmenmaße: H. 98 cm; B. 170 cm (halbrund)
Material und Technik
Öl auf Leinwand
Standort
Dauerausstellung Renaissance, Barock, Aufklärung
Beschreibung
In einem kahlen Verlies nährt Pero, eine junge Frau, ihren zum Hungertod verurteilten Vater Cimon. Dieser ist an einen Holzblock gekettet. Links im Hintergrund beobachtet ein Wächter durch ein ovales Fenster die Szene.
Vermerk am Objekt
Beschriftung: ja.Zick f. (unten links)

Vitrinentext
In einem kahlen Verlies nährt die junge Pero ihren zum Hungertod verurteilten Vater Cimon. Das bereits in der Antike häufig dargestellte Thema erfreute sich im 18. Jahrhundert großer Beliebtheit. Es gilt als Sinnbild der Barmherzigkeit und bezeugt die kindliche Liebe.

Cimon and Pero. Oil on canvas. In a cold dungeon the young Pero gives her breast to her father Cimon, who is condemned to starvation. The subject matter, often found in Antiquity, became very popular in the 18th century. It is a symbol of charity and testifies to a child's love for its parents.

Literatur
Feulner, Adolf: Die Zick. München 1920, S. 94, 101. Link zur Bibliothek
Januarius Zick. Hrsg. von J. Koenen. Köln 1934, Nr. 22. Link zur Bibliothek
Lutze, Eberhard: Malerei des deutschen Barock und Rokoko. (Bilderbücher des Germanischen Nationalmuseums. Heft 2.) Nürnberg 1934, Abb. 91. Link zur Bibliothek
Katalog der Gemälde des 17. und 18. Jahrhunderts im Germanischen Nationalmuseum zu Nürnberg. Bearbeitet von Eberhard Lutze. Nürnberg 1934, S. 78. Link zur Bibliothek
Deutsche Kultur von der Spätgotik bis zum Rokoko. Ausst. im Museum für Kunst- und Kulturgeschichte Schloss Cappenberg Dortmund. Nürnberg 1951, Kat. 532.
Metzger, Othmar: Neue Forschungen zum Werk von Januarius Zick. In: Wallraf-Richartz-Jahrbuch, 28, 1966, S. 306, Nr. 62. Link zur Bibliothek
W. Biermann, Alfons: Cornelia, die Mutter der Gracchensöhne. Ein Spätwerk des Januarius Zick aus dem Nachlass des Künstlers im Hessischen Landesmuseum in Darmstadt. In: Kunst in Hessen und Mittelrhein, Heft 10, 1969-70, S. 83-86. Link zur Bibliothek
Metzger, Othmar: Januarius Zick. Datierte und datierbare Gemälde. München 1981, S. 24, 101, Nr. 65 mit Abb.
Simon, Adelheid/Schlagberger, Franz Xaver: Januarius Zick (1730-1797). Der letzte bürgerliche Großmaler Deutschlands. Prüm 1987, S. 126.
Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. 200 Jahre Französische Revolution in Deutschland. Ausst. im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg. Bearbeitet von Rainer Schoch. Nürnberg 1989, Nr. 365 b, S. 462-463. Link zur Bibliothek
Januarius Zick (1730-1797). Ausgewählte Zeichnungen. Bearbeitet von Josef Strasser. Salzburg 1993, Nr. 42.
Strasser, Josef: Januarius Zick. 1730-1797. Gemälde, Graphik, Fresken. München 1994, Nr. G 365, S. 419.
Ludwig, Heidrun: Januarius Zicks Spätstil am Beispiel der "Cornelia, die Mutter der Gracchen" von 1794. In: Herbst des Barock. Studien zum Stilwandel. Die Malerfamilie Keller (1740 bis 1904). Hrsg. von Andreas Tacke. München u.a. 1998, S. 191-201.
Renaissance. Barock. Aufklärung. Kunst und Kultur vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Hrsg. von Daniel Hess und Dagmar Hirschfelder. (Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums, Band 3) Nürnberg 2010, S. 324, 474, Abb. 617. Link zur Bibliothek

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