Titel
Ämterscheibe der Stadt Zürich
Allgemeine Bezeichnung
Glasgemälde, Kabinettscheibe, Rundscheibe
Inventarnummer
MM916
Sammlung
Gemälde bis 1800
Herstellungsort
Zürich
Herstellungsdatum
1616
Hersteller
Hans Jakob Nüscheler d. Ä. zugeschrieben GND
Maße
mit Holzrahmen: D. 57 cm, T. 2,6 cm; lichte Maße: D. 52,3 cm
Klassifikation
Glasmalerei
Glasgemälde
Kabinettscheibe
Rundscheibe
Material und Technik
farbiges Hüttenglas mit Schwarzlot- und Silbergelb sowie blauen, grünen und violetten Schmelzfarben; rotes Überfangglas mit Ausschliff
Vermerk am Objekt
Inschrift: Kyburg, Grüningen, Eglisouw [Eglisau], Wintterthur, Gryffensee [Greiffensee], Fryampt [Freiamt], Lauffen, Hegi, Pfyn, Meylen [Meilen], Rümlang, Stammen [Stammheim], Regensperg [Regensdorf], Hedingen, Bülch [Bülach], Ellg, Sax, Wynfelden, Nuwampt [Neuamt], Sellenbüren, Flunteren, Manidorf [Männedorf], Kilchberg, Dallwyl [Thalwil], Küsnacht, Wollishofen, Zollikon, Stäfen, Horgen, Wedischwyl [Wädenswil], Andelfingen, Stein, Maschwanden, Regenspurg [Regensberg] (Auswahl und Schreibweise, auch der "Fehler" bei Regenspurg und Regensperg wie im Riss zu einer Zürcher Ämterscheibe im Historischen Museum Bern (Hasler: Sammlung Wyss, 1997, Nr. 649, dat. 1584) und wie in MM 936, 1616)

Vitrinentext
Die Rundscheibe repräsentiert den Reichsstand Zürich mit seinen Ämtern. Sie illustriert den im späten 15. Jh. ausgebildeten Typus der Standesscheibe. Mit solchen Glasgemälden schmückte man Ratssäle und dokumentierte politische Ordnung und Zusammengehörigkeit.

Heraldic Panel of Zurich with 35 Coats of Arms of Districts and Townships. Pot-metal glass with black vitreous paint, silver stain and polychrome enamel. The stained glass roundel represents the imperial city state of Zurich with its offices. It illustrates the type of canton panel (Standesscheibe) that developed in the late 15th c. Such stained glass decorated town council halls and documented political order and identity.

Beschreibung
Im Zentrum vor einer dreiteiligen Toranlage die von zwei Löwen mit Reichschwert und Reichsapfel gehaltene Wappenpryamide mit den beiden vom bekrönten Reichsschild überhöhten Zürcher Standeswappen. Einfassung durch einen schmalen Lorbeerkranz und 35 beschriftete Wappen der Zürcher Land- und Obervogteien sowie weiterer Zürcher Territorien.
Literatur
Kat. Auktion Lempertz 422, 1948, Nr. 184.
Walther Bremen: Die alten Glasgemälde und Hohlgläser der Sammlung Bremen in Krefeld. Köln/Graz 1964, Nr. 47 (Hans Jakob Nüscheler zuegschrieben; keine Provenienzangabe).
Renaissance. Barock. Aufklärung. Kunst und Kultur vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Hrsg. von Daniel Hess und Dagmar Hirschfelder. (Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums, Band 3) Nürnberg 2010, S. 180, 397, Abb. 142, URL: https://books.ub.uni-heidelberg.de/arthistoricum/catalog/book/293 [28.08.2017].