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Cornelia, die Mutter der Gracchen (Gemälde)

Inventarnummer: Gm1299
Hersteller: Zick, Januarius (1730-1797)
Datierung: 1794
Ort: Hessen; Frankfurt am Main
Material/Technik: Öl auf Leinwand
Maße: H. 78 cm; B. 156 cm; Rahmenmaße: H. 97,5 cm, B. 170,5 cm (halbrund)
Marke/Inschrift: ja. Zick inv. et pinx. 1794
Sammlung: Malerei bis 1800 und Glasmalerei
Beschreibung:
Cornelia steht auf der linken Bildseite mit ihren beiden Söhnen und wendet sich der rechts an einem Tisch mit geöffneter Schmuckschatulle sitzenden Dame zu. Im Hintergund steht eine Magd mit verschränkten Armen.
Beschriftung:
Zick malte die drei Supraporten des Germanischen Nationalmuseums für ein Frankfurter Bürgerpalais. Sie hingen ihrer Funktion nach über der Tür. In Wohnräumen des Barock und Rokoko war diese Wandgestaltung verbreitet. Die drei Werke für Frankfurt behandeln moralisierende Szenen römischer Tugendhelden nach dem Lehrbuch des Valerius Maximus. Cornelia gilt als Sinnbild ehrenhafter Armut und wahren Reichtums. Sie führt der mit Preziosen prahlenden Nachbarin ihre beiden Söhne als ihre Reichtümer vor.
Cornelia, Mother of the Graachi. Oil on canvas. Zick painted the three sopraportas of the Germanisches Nationalmuseum for a Frankfurt town house. They were placed, according to their function, over doors. This wall design was common in Baroque and Rococo homes. The three Frankfurt works treat moralizing scenes relating to Roman paragons of virtue as told by Valerius Maximus in his instructional work. Cornelia is considered the symbol of honorable poverty and true wealth. To her neighbor bragging about her jewelry she presents her own treasure, namely her two sons.
Literatur:
Feulner, Adolf: Die Zick: Deutsche Malerei des 18. Jahrhunderts. München 1920, S. 94, 101. — Hugo Helbing. Kunsthandlung und Kunstversteigerungshaus Frankfurt am Main, 36 (1933), Nr. 256, T. 16. — Lutze, Eberhard: Malerei des deutschen Barock und Rokoko. (Bilderbücher des Germanischen Nationalmuseums. Heft 2.) Nürnberg 1934, Abb. 90. — Katalog der Gemälde des 17. und 18. Jahrhunderts im Germanischen Nationalmuseum zu Nürnberg. Bearbeitet von Eberhard Lutze. Nürnberg 1934, S. 78, Nr. 1299. — Harbeck, Alois: Die Fresken von Januarius Zick in Wiblingen und die Problematik illusionistischer Deckengestaltung. München 1966, S. 193, 236. — Metzger, Othmar: Neue Forschungen zum Werk von Januarius Zick. In: Walraff-Richartz-Jahrbuch, 29, 1966, S. 302. — Biermann, Alfons W.: Cornelia, die Mutter der Gracchensöhne. Ein Spätwerk des Januarius Zick aus dem Nachlass des Künstlers im Hessischen Landesmuseum in Darmstadt. In: Kunst in Hessen und Mittelrhein. Bd. 10, 1969-70, S. 83-86, Abb. 2. — Becker, Wolfgang: Paris und die deutsche Malerei. 1750-1840. München 1971, S. 48, 134, Anm. 318, Abb. 76. — Metzger, Othmar: Januarius Zick. Datierte und datierbare Gemälde. München 1981, S. 24, 101, Nr. 66 mit Abb. — Simon, Adelheid/Schlagberger, Franz Xaver: Januarius Zick. Der letzte bürgerliche Großmaler Deutschlands. Fresken, Entwürfe, Tafelbilder. Prüm 1987, S. 126 mit Abb. — Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. 200 Jahre Französische Revolution in Deutschland. Ausst. im Germanischen Nationalmuseum. Bearbeitet von Rainer Schoch. Nürnberg 1989, Nr. 365 b, S. 462-463. — Strasser, Josef: Januarius Zick. 1730-1797. Gemälde, Graphik, Fresken. München 1994, Nr. G 368, S. 419-420. — Ludwig, Heidrun: Januarius Zicks Spätstil am Beispiel der "Cornelia, die Mutter der Gracchen" von 1794. In: Herbst des Barock. Studien zum Stilwandel. Die Malerfamilie Keller (1740 bis 1904). Hrsg. von Andreas Tacke. München u.a. 1998, S. 191-201. — Renaissance. Barock. Aufklärung. Kunst und Kultur vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Hrsg. von Daniel Hess und Dagmar Hirschfelder. (Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums, Band 3) Nürnberg 2010, S. 324, 473, Abb. 616.
 
 
3.3.130726