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Objekt / Inventarnr.: Gm1395

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Minister Christoph Ludwig Freiherr von Seckendorff-Aberdar (1709-1781) (Gemälde, Porträt)

Inventarnummer: Gm1395
Hersteller: Pesne, Antoine (1683-1757)
Datierung: 1737
Ort: Preußen; Berlin
Material/Technik: Öl auf Leinwand
Maße: H. 144,8 cm; B. 111,4 cm; Rahmenmaße: H. 162 cm; B. 143 cm; T. 10,5 cm
Marke/Inschrift: Peinte a Berlin Par Ant: Pesne en 1737 — Christ: Ludwig Freyhr: v. Seckendorff Aberdar ND2 / Seit 1709 Keyserlicher Reichs Hof Rath A. 1731 Keyserl: Minister Am Koenigl./Prevschen Hoff von 1734 bis 1737. Riter des S. Johaniter: Matheser Ortens. Vnd designirt / Comenthevr zu Lietzen 1735, Hochförstlicher Brandenborg Onolzbachischer Wörlicher Geheimer Rath v: 1737. Bis 1756 erbethenr Ritter Hauptm: des Reichs-Riter Cantons an der Altmühl. D. 3. XI. 1753 / Keyserl:: Koenigl. Wörlicher Geheimer Rath d: 5. Oct 1755. Vermaehlt d: 25. Maerz 1739 mit W:/ Charlota Graefin v: Gronsfeld Diebenproeck. Herr avf Obernzenn. Empel / Gemahlt zv Berlin dvrch Ant: Besne Ano 1737 AETAT. 28.
Sammlung: Malerei bis 1800 und Glasmalerei
Beschreibung:
Das Kniestück, leicht nach links, zeigt den Adligen mit Blick zum Betrachter in rotem Rock mit goldgelber Bestressung über einer kostbaren Brokatweste mit reicher blau, rosa und gelber Blumenstickerei zur weißgepuderten Zopfperücke vor graubraunem Grund. Seine linke Hand ist auf einen Lehnstuhl gestützt, während er mit der rechten auf einen Tisch mit Schreibgerät weist. Über seiner Brust hängt das Johanniterkreuz an einem schwarzen Band. In der rechten oberen Ecke wurde nachträglich, im Stil des Empire das Wappen der Seckendorff hinzugefügt.
Beschriftung:
Pesne wurde in Paris geboren und an der dortigen Akademie ausgebildet. 1710 rief ihn Friedrich I. an den Hof nach Berlin. Als Importeur des französischen Geschmacks wurde der Maler zum gefeierten Porträtisten der preußischen Oberschicht. In Berlin schuf er auch das Bildnis des Freiherrn von Seckendorff. Dieser war kaiserlicher Gesandter am preußischen Hof. Pesne gibt den Adligen in natürlicher Haltung wieder und verzichtet auf barocke Würdeformeln.
Minister Christoph Ludwig Baron von Seckendorff-Aberdar (1709-1781). Oil on canvas. Pesne was born in Paris and trained at the city's Academy. In 1710 Friedrich I summoned him to the court in Berlin. As an importer of French taste the painter became the celebrated portraitist of the Prussian upper classes. It was in Berlin that he also painted the portrait of Baron von Seckendorff. The latter was an imperial envoy at the Prussian court. Pesne gives the aristocrat a natural pose, and in doing so refuses to draw on Baroque formulas for defining rank and dignity.
Literatur:
Germanisches Nationalmuseum. Sechsundachtzigster Jahresbericht. Hrsg. von Heinrich Kohlhaußen. Nürnberg 1940, S. 42, Abb. 25. (Erwerbsmitteilung) — Antoine Pesne. Gedächtnis-Ausstellung zum 200. Todestag. Ausst. im Schloss Charlottenburg. Berlin 1957, Kat. Nr. 39-86. — Berckenhagen, Eckhard: Antonie Pesne. Berlin 1958, Nr. 287, S. 175. — Löcher, Kurt: Bildnisse des 16. bis 18. Jh. Person und Persönlichkeit. In: Das Schatzhaus der deutschen Geschichte. Das Germanische Nationalmuseum. Unser Kulturerbe in Bildern und Beispielen. Hrsg. von Rudolf Pörtner. Düsseldorf/Wien 1982, S. 533, Abb. 10. — Börsch-Supan, Helmut: Der Maler Antoine Pesne. Franzose und Preuße. Friedberg 1986, Nr. 56, S. 31. — Renaissance. Barock. Aufklärung. Kunst und Kultur vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Hrsg. von Daniel Hess und Dagmar Hirschfelder. (Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums, Band 3) Nürnberg 2010, S. 366, 466, Abb. 331.
 
 
3.3.130726