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Objekt / Inventarnr.: Gm160

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Die Hl. Brigitta, ihre Revelationes niederschreibend (Gemälde)

Inventarnummer: Gm160
Leihgabe der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München - Alte Pinakothek
Hersteller: Traut, Hans
Datierung: um 1505
Ort: Nürnberg
Material/Technik: Malerei auf Lindenholz (Tilia sp.)
Maße: H.86, 3 cm, B. 64,4 cm
Marke/Inschrift: "O gespons xpi [Christi] pit got den heren fur uns alle fleissig" — "O heilige fraw Sanct Birgita hilf mir pitten fur die arme Cristenheit" — "Sanct Anges", "Herts lieb(er) son e(r)barm dich uber die arme kristen(n)heit", "Ich wurd den bossen v(er)kertte(n) / Cristen erschrockenliche(n) komen" — 1. und 4. In Rot gekrönter Löwe mit Doppelschwanz (Böhmen), 2. und 3. In Gold schwarzer doppelköpfiger oder Kaiseradler (Reich) — 1. und 4. Von Gold und Rot geteilt im Spitzenschnitt (persönliches Wappen?); 2. In Rot zwei gekreuzte silberne Schlüssel (Papst), 3. In Rot goldene Anitqua-Majuskeln SPO[=Q]R (Stadt Rom) — 1. Von Rot und Blau schräggeteilt, darin goldener Löwe (Ulfåsafamilie), 2. und 3. In Rot goldene Antiqua-Majuskeln (SPO[=Q]R (Stadt Rom), 4. In Schwarz unter rotem Schildhaupt (Turnierkragen) 7 goldene Lilien (3:2:2) (Königreich Neapel, Anjou) — "1560" — "15 61" — "Gm.160" — "6.Zimmer" — "H.G.724 (1936) Inv.S.No.319" — "R 139"
Sammlung: Malerei bis 1800 und Glasmalerei
Beschreibung:
Die als Nonne gekleidete Heilige sitzt an einem Pult und schreibt in ein Buch, das sie auf den Knien hält. Die Rückenlehne der Thronbank ist durch einen Brokatbehang verkleidet. Neben ihr der Kreuzstab, am Pilgerstab aufgehängt Pilgerhut und -tasche. Unten links auf dem Fliesenboden knien Kaiser Karl IV. mit Krone und Szepter und Papst Urban V. im Ornat mit der Tiara und dem Kreuzstab mit drei Querbalken, jeder mit seinem Wappen. Rechts der gekrönte Wappenschild der Heiligen. Auf Wolken als Halbfiguren die Hl. Agnes mit dem Lamm, Maria und Christus, dieser mit der Weltkugel. Gebete auf Spruchbändern. Der Landschaftsausblick zeigt ein Gewässer, auf einer Landzunge oder Insel eine Wehrmauer mit massiven Rundtürmen, ein Wirtschaftsgebäude aus Fachwerk und ein zweigeschossiges, palastartiges Gebäude mit einem Kapellenerker, dazu einen Bergfried.
Literatur:
Kurt Löcher: Germanisches Nationalmuseum: Die Gemälde des 16. Jahrhunderts. Stuttgart 1997, S. 520--521 mit älterer Literatur.
 
 
3.3.130726