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Objekt / Inventarnr.: Gm1634

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Die Vermählung der Hl. Agnes (Gemälde, Tafelgemälde)

Inventarnummer: Gm1634
Hersteller: Meister des Bartholomäus-Altars
Datierung: um 1495
Ort: Köln
Material/Technik: Eichenholz
Maße: H.41,2 cm; B. 33,2 cm; Rahmenmaße: H. 52 cm; B. 43,8 cm; T. 4 cm
Sammlung: Malerei bis 1800 und Glasmalerei
Beschreibung:
Das Thema blieb im Gegensatz zu der häufig dargestellten Verlobung der Hl. Katharina auf die niederländisch-niederdeutsche Kunst der Spätgotik beschränkt. Die erst dreizehnjährige Tochter aus edlem römischen Geschlecht wies nach der Erzählung der Legenda aurea den Antrag des Sohnes des Präfekten zurück, da sie sich bereits einem anderen Bräutigam verlobt habe, dessen Mutter Jungfrau sei. Der Maler gilt als einer der Hauptvertreter der kölnischen Malerei vor 1500 und schuf neben solchen kleinformatigen Tafeln auch mehrere große Altäre. Für seine Werke sind die zierlichen Gesichter der Mädchen-Frauen, das Spiel der grazilen Hände, der modische Reichtum des Kostüms und die Raffinesse der Farbgebung charakteristisch. In der ersten Bildanlage war der Stadtausblick im Hintergrund noch nicht vorgesehen; die Unterzeichnung zeigt hinter den Figuren einen geschlossenen Vorhang. -- Das Gemälde ist Bestandteil des Forschungsprojektes „Kunsthistorische und kunsttechnologische Erforschung der Gemälde im Germanischen Nationalmuseum“ (2013-2019). Nach Abschluss des Projektes werden die Objekt-Informationen im Onlinekatalog aktualisiert.
Literatur:
Steingräber, Erich: Ein neu entdecktes Werk vom Meister des Bartholomäus-Altares. In: Wallraf-Richartz-Jahrbuch, 26, 1964, S. 225--228. — Steingräber, Erich: Meister des Bartholomäus-Altares, Köln, um 1500: Die Vermählung der heiligen Agnes. In: Kunstwerke der Welt aus dem öffentlichen bayerischen Kunstbesitz. Hrsg. von Remigius Netzer. Bd. 5. München 1965. — Germanisches Nationalmuseum. Neuerwerbungen des Germanischen Nationalmuseums. Nürnberg 1965, S. 185--186, Farbtaf. und Abb.3. — Strieder, Kalender 1965, Farbbild 28. — Wallrath, Rolf: Der Meister des Bartohlomäusaltars in den Niederlanden und in Köln. In: Kunstchronik, 19, 1966, S. 281. — Stange, Alfred: Kritisches Verzeichnis der deutschen Tafelbilder vor Dürer. Bd. 1. München 1967, Nr. 251. — Herbst des Mittelalters. Spätgotik in Köln und am Niederrhein. Kunsthalle Köln. Köln 1970, Kat.Nr. 35, Farbtaf. III. — Musper, Heinrich T.: Altdeutsche Malerei. Köln 1970, S.11. — Schatzkammer der Deutschen. Aus den Sammlungen des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg. Nürnberg 1977, Nr.130, Farbabb.; 3. überarb. Aufl. München 1985, Farbabb. 111. — Schatzkammer der Deutschen. Aus den Sammlungen des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg. Nürnberg 1982, Farbabb. 75. — Deutsche Kunst und Kultur zwischen Mittelalter und Neuzeit aus dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. The National Museum of Western Art, Tokyo. Tokyo 1984, Nr. 32 und Farbabb. — Ulrike Nürnberger, in: Les dessin sous-jacent 1995, S. 67-76. — Germanisches Nationalmuseum. Führer durch die Sammlungen. Nürnberg 2001, S. 72. — Ausst. Kat. Genie ohne Namen. Der Meister des Bartholomäus-Altars. Hrsg. von Rainer Budde/Roland Krischel. Köln 2001, Nr. ...
 
 
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