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Objekt / Inventarnr.: Gm268

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Apostel Philippus (Gemälde, Altarflügel)

Inventarnummer: Gm268
Hersteller: Schaffner, Martin (um 1478/79-1546/49)
Datierung: um 1520
Ort: Ulm
Material/Technik: Malerei auf Tannenholz (Abies sp.)
Maße: H. 134 cm; B. 48,6 cm
Marke/Inschrift: "S[anctus] Philp[pus]" — "G. 268" — "Stiftung des Herrn Eugen Felix zu Leipzig 1886"
Sammlung: Malerei bis 1800 und Glasmalerei
Beschreibung:
Innenseite eines linken Altarflügels: Apostel Philippus: Der Heilige und Apostel, ein weißhaariger und -bärtiger Greis, steht mit Buch und Kreuzstab barfuß vor einer Renaissancearchitektur, auf deren Gesims ein sitzender, geflügelter Putto eine Tafel mit dem Namen des Apostels hält, auf die der Putto weist. Der Nimbus des Heiligen besteht aus drei verschiedenfarbigen konzentrischen Ringen. Ein Teppich mit Granatapfelmuster verkleidet die Rückwand, die Seitenwand krönt ein Muschelbogen. Fliesenboden mit Stufe. Goldgrund mit Granatapfelmuster.
Beschriftung:
Sammelkommentar: Die beiden Gemälde rahmten wohl einen Schrein mit Schnitzfiguren. Beide Apostel sind barfuß, mit Buch und ihren persönlichen Attributen - Kreuzstab und Walkerbaum - dargestellt. In der Architektur zeigen sich Einflüsse der Augsburger Malerei und Skulptur. Martin Schaffner war der bedeutendste Maler Ulms in der Zeit des Übergangs von der Spätgotik zur Renaissance. In seinem Werk verbinden sich Einflüsse der älteren Ulmer Tradition mit den Neuerungen des Dürerkreises und der führenden Augsburger Maler.
Summary: The Apostles Philip and James the Less. Painting on fir. The two paintings probably framed a shrine with carved figures. The two apostles are depicted bare-footed, each holding a book and their personal attributes - a cross-staff and a fuller's pole. The architecture reveals influences of Augsburg painting and sculpture. Martin Schaffner was the most important painter in Ulm during the transitional period from the Late Gothic to the Renaissance. His work links older Ulm traditions with the innovations emanating from the circle around Dürer and the leading Augburg painters.
Literatur:
Löcher, Kurt: Die Gemälde des 16. Jahrhunderts. Germanisches Nationalmuseum Nürnberg. Stuttgart 1997, S. 446--449 mit älterer Literatur. — Morath-Fromm: Neues über Martin Schaffner. In: Unter der Lupe. Neue Forschungen zu Skulptur und Malerei des Hoch- und Spätmittelalters. Festschrift Hans Westhoff. Suttgart-Ulm 2000, S. 339--340, Anm. 24. — Teget-Welz, Manuel: Martin Schaffner. Leben und Werk eines Ulmer Malers zwischen Spätmittelalter und Renaissance (Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm 32). Stuttgart 2008, S. 112, 417--423, Kat.Nr. A-16, Abb. 48--50. — Renaissance. Barock. Aufklärung. Kunst und Kultur vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Hrsg. von Daniel Hess und Dagmar Hirschfelder. (Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums, Band 3) Nürnberg 2010, S. 418.
 
 
3.3.130726