Beschreibung
Rechteckige eiserne, aus starken Blechen und Blechstreifen geschweißte Truhe mit leicht überstehendem Sockel und Deckelrand. An den Seiten sind bewegliche, massive Bügelgriffe angebracht, vorne befinden sich zwei beweglich angebrachte eiserne Fallen, die über mit Laschen am Deckel befestigte Ösen geklappt und mit Vorhängeschlössern gesichert werden können. Die Oberflächen sind olivgrün mit Ölfarbe bestrichen und auf diesem Grund farbig mit Wappen und Schriftbändern bemalt.
Auf der Frontseite ist - eingefasst von einem Lorbeerkranz - ein schwarzer Adler vor gelbem Grund zu sehen, der im Herzschild einen weiteren Adler zeigt.
Auf dem Deckel sind die konstruktiven Linien gelb gehöht und vier Rosetten als dekorative Elemente aufgemalt. Oben enthält ein flatterndes Band in dunkler Schrift mit roten Initialen die Inschrift: "Sigmund Friedrich von Praunsche Familien-Stiftung"; unten ein weiteres Band, auf dem "CAESA . EXORIAR. CELSA" geschrieben steht. Zentral ist ein kleine Konstruktion aufgeschweißt, die das Schlüsselloch verdeckt. Das Deckblech dieser Konstruktion ist mit einem kleinen Wappenschild bemalt, der den Nürnberger Jungfrauenadler zeigt, etwas weiter unten das Datum "1868". Links und rechts der Mitte zeigen sich – jeweils in einem Lorbeerkranz - die beiden Praunschen Wappen: Roter Stern auf Gelb (statt korrekter Weise Silber) mit rotgelber Decke, Topfhelm und einem roten, an den Spitzen mit goldenen Kugeln besteckten Stern als Helmzier – das Praunsche Stammwappen, sowie in einer Tartsche das neue Wappen, ein schräggestellter brauner Stamm mit drei roten Lindenblättern, Stechhelm und einem wachsenden Arm mit Stamm als Helmzier. Das alte Wappen ist mit dem Datum 1180, das neue mit dem Datum der Wappenänderung 1474 versehen.
Der Schließmechanismus ist in einem Kasten an der Unterseite des Deckels aufgebracht und wird von einer durchgehenden olivgrün getrichenen Platte verdeckt, auf der zentral noch einmal das Praunsche Wappen, umgeben von der Inschrift "Sigmund Friedrich von Praunsche Familien-Stiftung 1868" in Goldbemalung aufgebracht ist. Das Gesperre schließt mit vorn drei und seitlich je zwei Riegeln. Das Schlüsselloch an der Deckeloberseite ist nicht zugänglich, da das Deckblech momentan immobil ist. Ein Schlüssel ist nicht erhalten.
Die Kasteninnenseiten sind blau gestrichen.
Himmelheber 1996 weist eine Truhe mit ähnlichen konstruktiven Merkmalen nach "Wien, ca. 1800-1810".
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