Beschreibung
Die Münzwaage und die dazugehörigen Gewichte werden in einem rechteckigen Kästchen aus Holz aufbewahrt. Auf der Oberseite ist eine Schließe aus Messing angebracht. Öffnet man das Kästchen lässt sich auf einem im Deckel eingeklebten Kupferstich folgendes lesen: "Diese / n[...] der / zu Augspurg 1761 vestgesezten / Cöllnischen Münz Mark / und nach dem Befund der / auswärtigen Münzen / richtig eingetheilte und / ajustirte / Gold-Gewichte / werden gemacht / von Johann Friedrich Mayer / verpflichteten Waag-und Gewicht- / Eichmeister in Nürnberg. / Ao. 1782". Die letzten zwei Ziffern sind mit Tinte aufgetragen. Für den Waagbalken mit daran befestigten Waagschalen und die Gewichte sind Vertiefungen in die Unterseite des Kastens angebracht. Die Vertiefungen sind mit grün bedrucktem Papier verkleidet. Eine Vertiefung ist mit einem kleinen Schiebedeckel aus Holz versehen, der zur rechten Seite hin aufgeschoben werden kann. Darunter befinden sich sechs Ausgleichsgewichte, deren Wert mit eingepunzten Punkten angegeben ist: 1) 1, 2) 2, 3) 3, 4) 4, 5) 5, 6) 6. Die 14 Münzgewichte sind im Einzelnen: 1) "½ DUC", 2) "¼ CAROLIN", 3) "1 SOUVER AIN", 4) "1 SCHILD LOUIS", 5) "2 LOUIS DOR", 6) "2 DUCAT", 7) "½ MAXDOR", 8) "½ LOUIS DOR", 9) "1 LOUIS DOR", 10) "½ SCHILD LOUIS", 11) "1 DUCAT", 12) "1 MAX DOR", 13) "1 CARO LIN", 14) "½ CARO LIN". Alle Münzgewichte sind zusätzlich mit dem Nürnberger Schrägbalkenwappen gepunzt. Gewicht 1) und 2) liegen lose im Kästchen. Die Waage besteht aus einem Waagbalken aus Eisen, an dessen Handhabe ein gelblicher Faden befestigt ist. Die beiden Waagschalen aus versilbertem Messing sind mit jeweils drei Fäden am Balken befestigt. Beide sind gestempelt: die runde mit dem Nürnberger Schrägbalkenwappen und die dreieckige mit dem Meisterzeichen Johann Friedrich Mayers.